Keeper des Rotenburger SV II patzt beim 1:3 gegen „Vissel“ gleich doppelt / „Kein Kommentar“

Lauridsen schenkt Bounoua den Sieg

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Erleichterung pur: „Vissels“ Coach Jamal Bounoua reckt die Arme nach dem Schlusspfiff in die Höhe.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Sebastian Lauridsen wollte hinterher nicht reden. „Kein Kommentar“, so der Schlussmann des Rotenburger SV II. Verständlich, schließlich war er es, der mit seinem Patzer die Partie zugunsten des VfL Visselhövede kippte. Doch damit nicht genug: Mit dem Schlusspfiff machte der Keeper erneut auf sich aufmerksam – wieder im negativen Sinne. Die abstiegsgefährdeten Gäste freuten sich darüber, denn sie durften dadurch einen 3:1 (0:1)-Erfolg feiern und brachten dem Wümme-Club auch gleichzeitig die erste Niederlage vor heimischem Publikum bei.

Es lief die 64. Minute, als Rotenburgs Abwehrmann Dominik Reuter unbedrängt einen Rückpass zu Lauridsen spielte. Der Torwart verstolperte jedoch den Ball und lenkte ihn damit ins eigene Netz – 1:2. „Das war der Knackpunkt“, wusste auch RSV-Coach Dariusz Sztorc.

Die zwischenzeitliche 1:0-Führung durch Aziz Arnavutoglu (36.) war zu diesem Zeitpunkt längst verspielt, da es die Gastgeber im zweiten Durchgang versäumt hatten, an ihren ersten Auftritt anzuknüpfen. „Vissels“ Angreifer Mariusz Szymanski ließ sowohl Lasse Müller als auch Christopher Kiel alt aussehen und schob den Ball ins rechte Eck zum 1:1 (54.). „Ich kann nicht verstehen, warum die Jungs plötzlich nicht so weitergemacht haben. Wir waren vorher klar die bessere Mannschaft und holen den Gegner unnötig ins Spiel“, ärgerte sich Sztorc.

Nachdem die Gäste dann auch noch mit 2:1 in Führung gingen, wirkten die Rotenburger allesamt verunsichert. „Ich will keinem Spieler alleine die Schuld geben. Das Kollektiv hat nicht mehr funktioniert“, so der RSV-Coach. Auf der anderen Seite schienen die Heidestädter durch das Glückstor plötzlich Morgenluft zu wittern. In der 67. Minute hatte Arben Haliti die große Chance, das Ergebnis weiter auszubauen. Er brachte die Szymanski-Flanke jedoch nicht im Gehäuse unter.

Kurz darauf musste „Vissels“ Marco Jorzick nach einem wiederholten Foulspiel an Patrick Werna mit Gelb-Rot vom Platz, aber auch davon ließ sich das Team von Coach Jamal Bounoua nicht verunsichern (76.). Den Schlusspunkt setzte schließlich der eingewechselte Adam Rosynek: Der Mittelfeldmann zog von der rechten Seite aus gut 20 Metern ab – Lauridsen stand viel zu weit vor seinem Kasten und konnte nur noch mitansehen, wie die Kugel über ihn im Tor landete – 3:1 (90.).

„Das ist natürlich eine große Erleichterung. Ich freue mich, dass wir für unseren Aufwand belohnt worden sind. Natürlich ist das zweite Tor sehr glücklich für uns gefallen, doch genau zu diesem Zeitpunkt brauchten wir einen Treffer“, meinte ein sichtlich zufriedener Bounoua, der erstmals nach seinem Rücktritt beim Oberligisten Rotenburger SV wieder im Ahe-Stadion stand – dieses Mal aber auf der gegnerischen Seite. „Es ist schön, bekannte Gesichter mal wieder zu sehen. Ich habe im Vorfeld gesagt, dass ich keine Geschenke mitbringe. Ich habe aber nicht gesagt, dass ich keine mitnehme“, erzählte „Vissels“ Coach mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Sztorc war dagegen alles andere als zum Lachen zumute: „Wir haben unsere gute Leistung selbst weggeworfen – das ärgert mich. Darüber werden wir in der kommenden Woche reden.“

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