Katzenjammer nach Einbruch

Junior Hurricanes verspielen gegen Osnabrück 13-Punkte-Vorsprung

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Centerin Vivien Stoll (am Ball, gegen Thea Alschner) punktete zwar zweistellig, musste sich mit ihren Hurricanes aber Osnabrück spät geschlagen geben.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Manchmal ist Verantwortung auch eine Last. „Ich habe gedacht, dass es diese fünf Spielerinnen am Ende übernehmen können“, meinte Tomas Holesovsky, Coach der Junior Hurricanes. Doch er sollte sich täuschen. Seine U 18-Basketballerinnen begingen zu leichte Fehler und schafften es nicht, den Schlussspurt der Junior Panthers Osnabrück im Niedersachsen-Duell der Nachwuchsbundesliga (WNBL) zu stoppen. Vor rund 70 Zuschauern verspielten die Hurricanes in der Eichenschulhalle einen 13-Punkte-Vorsprung und unterlagen mit 67:70 (35:27).

Der prominente Besuch hatte es sich auf einem Kasten auf der Galerie bequem gemacht. Joe Enochs, ehemaliger Fußballprofi und Anfang des Monats als Trainer des Drittligisten VfL Osnabrück beurlaubt, begleitete seine hochtalentierte Tochter Emily, Leistungsträgerin im Team der Junior Panthers und auch bereits mit Einsatzzeiten bei den Zweitliga-Damen. Vater Enochs kommentierte von oben fast jede Aktion – und durfte am Ende jubeln.

Katzenjammer herrschte indes bei den Hurricanes, die nahezu das komplette Spiel über geführt hatten. Nach fünf Minuten sogar mit 16:7. Doch sie verpassten es, diesen Vorsprung auszubauen und ließen Osnabrück immer wieder heranrücken. In der 17. Minute war es den Gästen gelungen, per Freiwurf von Thea Alschner zum 27:27 auszugleichen. Mit einem 8:0-Run retteten die Gastgeberinnen aber eine 35:27-Führung in die Pause und blieben auch nach dem dritten Viertel vorne. Nike Fortmann traf per Buzzerbeater zum 53:44. Die Flügelspielerin war es auch, die zu Beginn des letzten Durchgangs zuverlässig punktete – mit ihren drei Zweiern innerhalb von zwei Minuten sowie den anschließenden Freiwürfen von Celine Schröder zog der Aufsteiger auf 61:48 weg (33.). 

Dann nahm Holesovsky Fortmann heraus. „Ich will unsere Rotation nutzen. Drei Minuten Vollgas reichen, Nike brauchte eine Pause“, erklärte er. Allerdings erlaubte sich sein Team nun leichte Ballverluste sowie schlechte Abschlüsse und verhalf Osnabrück mit schlechtem Rückzugsverhalten zu einem 11:0-Lauf. Exakt drei Minuten vor dem Ende gelang Enochs die Führung zum 65:63, die Schröder im Fallen noch mit dem Ausgleich beantwortete. Als Merve Silik jedoch den Ball gegen Antonia Kofahl stealte und 24 Sekunden vor dem Ende per Dreier auf 70:65 erhöhte, war die Niederlage der Hurricanes besiegelt. „Schade, dass wir das Spiel in einer Minute verlieren, weil wir gegen die Zone zwei Ballverluste haben. Was nicht passieren darf, ist, dass sie dann ohne Verteidigung laufen können“, hatte Holesovsky den Hauptgrund der Niederlage schnell ausgemacht.

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