Auf dem Wümmering

Benefizrennen: Katt & Co. helfen dem MSC Mulmshorn

Stephan Katt fährt mit einer Fahne mit der Nummer 42 auf dem Wümmering.
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Stephan Katt war 2019 der bis dato letzte Sieger auf dem Wümmering und machte sich seinerzeit für eine Zukunft des Rennens stark. Nun hält er die Fahne erneut hoch und unterstützt den MSC Mulmshorn.

Lange stand nicht fest, ob das traditionelle Sandbahnrennen auf dem Wümmering in Mulmshorn stattfinden würde. Jetzt steigt es am Sonntag, aber in etwas anderer Form ‒ als Benefizrennen.

Mulmshorn – Zwei Jahre ist es her: Stephan Katt hatte gerade das bis dato letzte Sandbahnrennen auf dem Wümmering des MSC Mulmshorn gewonnen, um bei der Siegerehrung ein nachdenkliches Plädoyer für den ausrichtenden Verein zu halten: „Es waren nicht viele Besucher da. Ich hoffe, es geht hier weiter.“ Nachdem das Rennen aufgrund der Corona-Pandemie 2020 ausfallen musste, stand die jetzige Neuauflage lange auf der Kippe.

Insbesondere den „Stephan Katt Ultras“, dem Fanclub des Schleswig-Holsteiners, ist es zu verdanken, dass die Motoren am Sonntag ab 13.30 Uhr dröhnen. „Sie wollten uns unterstützen und haben größtenteils die Fahrer besorgt. Die fahren alle unentgeltlich“, erzählt Karin Haltermann, Pressesprecherin des MSC Mulmshorn, spürbar erleichtert. Tituliert ist die Veranstaltung als Benefiz-Motorradrennen.

„Stephan Katt Ultras“ besorgen die Fahrer

Natürlich geht auch Stephan Katt, in der Szene nur der „Catman“ genannt, mit seiner Startnummer 42 an den Start. „Ich freue mich riesig, euch alle wieder auf der Rennbahn begrüßen zu dürfen“, teilt er seinen Fans bereits mit. Ebenso dabei sind Jörg Tebbe und Daniel Rath – zwei weitere Größen der Szene und ehemalige Mulmshorn-Sieger. „Wir haben acht A-Lizenz-Solisten am Start“, berichtet Haltermann. Hinzu kommen 15 B-Lizenz-Fahrer und sieben Gespanne. Angemeldet sei das Rennen als Clubsportveranstaltung. Ausländische Fahrer dürfen „mit einer Racecard starten, aber keine Lizenz in ihrem Land gezogen haben“, klärt Haltermann auf. Drei Dänen und der Holländer Mark Beishuizen hätten von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht, um am ersten deutschen Langbahnrennen in diesem Jahr teilzunehmen.

Der MSC Mulmshorn spürt nicht nur bei den Fahrern eine große Solidarität, sondern erfährt auch sonst viel Unterstützung. „Unsere Sponsoren sind sehr großzügig gewesen. Wir haben sogar ein paar neue hinzugewonnen“, berichtet Haltermann. Sie betont, wie wichtig die Hilfe von allen Seiten sei, denn „die Grundkosten haben wir ja trotzdem, die lasten auf unseren Schultern“. Zwar sei es in diesem Jahr „kein großes ADAC-Rennen oder ein Qualifikationslauf“, das Fahrerfeld des Benefizrennens könne sich aber trotzdem sehenlassen. „Und ohne diese Hilfe hätten wir dieses Jahr kein Sandbahnrennen gefahren.“

Mehr als 300 Tickets im Vorverkauf weg

Zudem sind im Vorverkauf über die Homepage des Vereins mehr als 300 Tickets verkauft worden – und das, obgleich „unser Sport ja leider auf dem abfallenden Ast ist, was die Zuschauerzahlen betrifft“, weiß die Vereinssprecherin. Auch die Tageskasse hat geöffnet, allerdings gilt für Besucher: Sie müssen geimpft sein oder benötigen einen personalisierten Test aus der Apotheke oder einem Testzentrum (nicht älter als 24 Stunden). „Eigentests reichen nicht aus“, sagt Haltermann, die froh ist, dass das mehrfach angepasste Hygienekonzept abgesegnet wurde. „Das Gesundheitsamt war auch vor Ort. Und wir dürfen bis zu 999 Zuschauer reinlassen.“ Auf dem gesamten Gelände herrscht Maskenpflicht, bis der Sitzplatz eingenommen wird.

Am Samstag finden bereits Läufe um die deutsche Speedkart-Meisterschaft und Quadrennen (11 Uhr) sowie Läufe zur Norddeutschen Bahnmeisterschaft (16 Uhr) statt.

Tickets

Karten für das Benefizrennen auf dem Wümmering in Mulmshorn gibt es noch an der Tageskasse. Sie kosten 15 Euro, Kinder bis einschließlich zwölf Jahre haben freien Eintritt. Ein personalisierter Corona-Test ist für alle Besucher ab 14 Jahre verpflichtend.

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