Rotenburger SV reist zum Gipfel bei Treubund Lüneburg

Karpus auf der Überholspur

Karol Karpus besticht mit enormer Konstanz. Foto: Freese

Rotenburg – Mal Dreierkette, mal Viererkette, und das manchmal sogar wechselweise innerhalb eines Spiels: Die Flexibilität, mit der die Fußballer des Rotenburger SV inzwischen auf gewisse Spielsituationen reagieren und damit die Gegner in der Landesliga vor neue Aufgaben stellen, ist beeindruckend und ein Mitgrund dafür, warum die Mannschaft von Trainer Tim Ebersbach auch vor dem Spitzenspiel am Sonntag (15 Uhr) beim Tabellenzweiten MTV Treubund Lüneburg von ganz oben grüßt.

Dass die taktische Flexibilität am vergangenen Spieltag gegen die SV Ahlerstedt/Ottendorf sogar noch einmal erhöht wurde, war allerdings nicht ganz nach Plan, wie der RSV-Coach zugibt. „Das war vor allem der Stärke des Gegner geschuldet“, begründet Ebersbach, warum sich gegen den Tabellensechsten relativ schnell eine Fünferkette mit den beiden Außenverteidiger Mathis Wulff und Yannick Chwolka formierte. „Mir war das zu defensiv“, erklärt er und verspricht vor dem Gipfeltreffen: „Eine Fünferkette wird es diesmal nicht sein.“

Egal in welcher Formation: Innenverteidiger Karol Karpus ist aus der Rotenburger Startelf derzeit kaum wegzudenken. Der 21-Jährige hat in dieser noch jungen Spielzeit einen enormen Leistungssprung gemacht. „Das hätte man so nicht erwarten können. Er hat viel mehr Ruhe, eine tolle Passquote, gibt niemals auf und hat durch seine Leistungen noch einmal enormes Selbstvertrauen getankt“, schwärmt Ebersbach und stellt klar: „Von uns hat er seine Einsätze nullkommanull geschenkt bekommen.“ Auch nebenbei tut der Defensivmann einiges im privaten Bereich dafür, um auf einem hohen Fitnesslevel zu bleiben. Ebersbachs einzige Sorge ist, dass der dem Krafttraining zugetane Karpus zu sehr an Muskelmasse zulegen könnte. „Karol muss die Hanteln nur angucken und sein Bizeps wächst um zwei Zentimeter“, sagt der RSV-Trainer augenzwinkernd.

Darüber hinaus hat sich Karpus bei seinen Teamkollegen inzwischen ein gewisses Standing erarbeitet, ist zusammen mit Mittelfeldmotor Tobias Kirschke Stellvertreter von Kapitän Henner Lohmann und wurde in den fünfköpfigen Mannschaftsrat gewählt, dem neben dem Schlussmann noch Routinier Björn Mickelat und Michel Müller angehören. „Er hilft viel bei organisatorischen Sachen“, erzählt Ebersbach, der gegen Treubund Lüneburg personell aus dem Vollen schöpfen kann. Lediglich der Einsatz von Lukas Heller ist krankheitsbedingt noch fraglich.

Obwohl der kommende Gegner mit drei Gegentreffern die beste Defensive der Liga stellt und für die Wümmestädter bis zum 2:1-Auswärtssieg in der vergangenen Saison lange Zeit eine Art Angstgegner war, möchte sich der Primus im Spitzenspiel nicht verstecken. „Wir wollen offensiv agieren. Schließlich sind wir der Spitzenreiter. Warum sollte ich uns da unserer Stärken berauben?“, dokumentiert Ebersbach das Rotenburger Selbstvertrauen.  ntr

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