RSV lässt beim 0:1 gegen Meckelfeld alles vermissen

Karpus‘ kurioses Eigentor entscheidet „Kreisliga“-Partie

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Da half auch die Diskussion mit Schiedsrichter Jonas Behrens (l.) nichts – Rotenburgs Atilla Iscan (M.) bekam kein Recht. Der Gesichtsausdruck von Mitspieler Timo Kanigowski passte dabei zum Spiel. - Foto:

Rotenburg - Von Matthias Freese. Nach 17 Minuten war es Zeit für eine verbale Drohung. „Jungs, wacht auf, sonst wechseln wir gleich!“, schrie Coach Tim Ebersbach an der Seitenlinie des heimischen Ahe-Stadions. Besserung war jedoch nicht in Sicht. Nach einem indiskutablen Auftritt unterlagen die Landesliga-Kicker des Rotenburger SV dem TV Meckelfeld in einer sich eher auf Kreisliga-Niveau bewegenden und chancenfreien Partie mit 0:1 (0:1). Passend dazu entschied ein Eigentor von Karol Karpus das Spiel.

„Das war kurz vor einer Frechheit“, bemerkte Ebersbach – und war damit noch zurückhaltend in seinem Resümee. Der RSV griff so jedenfalls stärker in den Abstiegskampf mit ein, als es den bedrohten Nachbarn TSV Etelsen und TSV Ottersberg recht sein dürfte. Meckelfeld liegt durch den Dreier vier Zähler vor der Gefahrenzone.

Die Luft beim RSV scheint raus zu sein, wenngleich Timo Kanigowski das bestritt. „Eigentlich nicht“, betonte der Mittelfeldakteur. Er verwies vielmehr auf die Ausfälle: „Ohne jemanden kritisieren zu wollen – aber man merkt, dass die Verletzten fehlen.“ Allen voran Kapitän Kevin Klützke wird schmerzlich in der Defensive vermisst. „Er und ein nicht fitter Tobias Kirschke sind nicht zu ersetzen“, fand auch Ebersbach. „So braucht jedenfalls keiner Ansprüche zu stellen.“ Frühzeitig war auch das in den letzten Spielen gesammelte Selbstvertrauen bei Karol Karpus aufgebraucht. Der Innenverteidiger leistete sich ein ziemlich kurioses Eigentor, als er den Ball blind zurückspielte, obwohl Keeper Henner Lohmann weit vor seinem Tor stand und dadurch nicht mehr retten konnte (5.). „So ein Eigentor habe ich auch noch nicht gesehen. Er hat den Ball stumpf nach hinten gespielt, ohne überhaupt zu gucken“, ärgerte sich sein Trainer. Tobias Kirschke eilte als erster Trostspender zu Karpus, der in der Halbzeit für Oliver Dittmer Platz machen musste.

Dittmer gab fortan den Chef einer Dreierkette, während sich Innenverteidiger Jannis Niestädt als Stürmer versuchte. Zwar passierte hinten nichts mehr, doch vorne war der RSV ebenfalls völlig ungefährlich, weil kaum verwertbare Bälle gespielt wurden. Offensichtliche Schwächen bei Ballannahme und Passspiel ließen die Begegnung für die 80 Zuschauer immer unansehnlicher werden. Auch die offensiven Wechsel – Jelle Röben und Marcello Muniz kamen – machten es nur noch schlechter. „Das Schlimme ist, dass Meckelfeld auch grottenschlecht war. Eigentlich haben sie uns gar nicht wehgetan“, meinte Ebersbach und dachte bereits an die letzten zwei Saisonspiele seines Tabellenvierten: „Gegen Emmendorf und Eintracht Lüneburg kriegen wir so sechs Stück.“ Treffend stellte auch Kanigowski fest: „Das Spiel wurde durch keinen Torschuss entschieden.“

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