1:0 – Kapitän des RSV II verwandelt entscheidenden Strafstoß / „Dreckiger Sieg“

Tobias Delventhal benötigt vom Punkt zwei Versuche

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Tobias Delventhal (vorne) behauptet den Ball gegen Achims Ahmet Kaldirici. Am Ende hatte der RSV-Kapitän Glück, dass er den Strafstoß wiederholen durfte und so zum Matchwinner avancierte.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Es lief bereits die zweite Minute der Nachspielzeit, als der Unparteiische Tim Lahse (TVV Neu Wulmstorf) auf Strafstoß für den gastgebenden Rotenburger SV II entschied. Coach Dariusz Sztorc ahnte Böses und konnte nicht hinsehen, wie Tobias Delventhal zum Punkt schritt und kurz darauf an Mustafa Avanas scheiterte. Die Freude währte bei den Bezirksliga-Fußballern des 1. FC RW Achim jedoch nicht lange – Wiederholung! Der RSV-Kapitän trat noch einmal an. Wieder schaute Sztorc nicht hin, doch dieses Mal verwandelte Delventhal problemlos zum 1:0 (0:0)-Endstand.

„Der erste Schuss war nicht schlecht geschossen, der Keeper hat ihn echt gut rausgeholt“, erklärte Delventhal. Und er verriet anschließend: „Beim zweiten Mal war der Druck natürlich schon sehr groß. Mir war aber gleich klar, dass ich wieder in dieselbe Ecke schieße.“ Dass er überhaupt eine zweite Chance bekommen hatte, hatte er den Achimern zu verdanken, da gleich mehrere Spieler zu früh in den Sechzehner gelaufen waren. „Die habe ich sogar aus meinem Augenwinkel gesehen“, so der Matchwinner.

Vor der entscheidenden Szene des Spiels war Andrej Edel – der die erste Halbzeit noch auf der Bank verbringen musste – von Achims Schlussmann im Strafraum von den Beinen geholt worden. Gäste-Coach Faruk Senci sah die Situation jedoch etwas anders: „Den Elfmeter bezweifele ich. Rotenburgs Stürmer will den Strafstoß unbedingt bekommen und wirft sich rein.“ Noch aufgebrachter war der Trainer dann aber anschließend beim Thema Wiederholung. „Schlimmer geht’s natürlich nicht. Mustafa pariert zunächst sehr gut, dann entscheidet der Schiedsrichter, dass noch mal geschossen wird. Das ist richtig bitter“, haderte Senci.

Während die Schlussphase also jede Menge Spannung bot, waren die vorherigen 90 Minuten nur so vor sich hingeplätschert. Der RSV II erspielte sich keine wirklich zwingende Torchance. Die beste Möglichkeit hatte noch Andrej Edel in der 51. Minute, als er einen Delventhal-Pass jedoch knapp am Tor vorbeisetzte. Die Achimer waren nach vorne zwar wesentlich bemühter, doch schafften es die Gäste nicht, Schlussmann Jonas Keusen ernsthaft zu prüfen. So schossen Behcet Kaldirici (8./44./64.) und Ferhat Senci (18./36.) jedes Mal am RSV-Gehäuse vorbei.

„Wir haben klar dominiert. Der Elfmeter darf daher gar nicht die Entscheidung bringen“, ärgerte sich Achims Coach nach dem Schlusspfiff. Sein Pendant Dariusz Sztorc war dagegen gut gelaunt: „Das Spiel hat eigentlich keinen Sieger verdient. So ein dreckiger Sieg macht aber natürlich richtig viel Spaß. Wir sind zu Hause weiter ungeschlagen, die drei Punkte nehmen wir sehr gerne mit.“

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