Helvesiek muss bei 1:0-Sieg in Wilstedt nur einmal zittern / Klasse gehalten

Der Kapitän hält sein Team an Bord

Helvesieks Sönke Prigge (vorne) holte den entscheidenden Elfmeter zum 1:0 heraus. Foto: TrÉboute

Wilstedt - Von Nicolas Tréboute. Auch wenn das sonstige Niveau äußerst überschaubar war, wehte beim 1:0 (0:0)-Auswärtserfolg des SV Grün-Weiß Helvesiek gegen den MTV Wilstedt in der 1. Fußball-Kreisklasse Süd zumindest kurzzeitig ein Hauch von Wembley über die Sportanlage „An der Reitbahn.“

Doch im Gegensatz zum WM-Finale 1966 zwischen England und Deutschland entschied Schiedsrichter Lucas Lemke (SV Rot-Weiß Scheeßel) bei dem Geschoss von Wilstedts Malte Fröhlich, das zunächst an der Unterkante der Latte gelandet war, nicht auf Tor (63.).

Dafür bekam der Referee Zuspruch von Gäste-Keeper Clemens Windeler, der in dieser Szene geschlagen gewesen wäre. „Der war auf keinen Fall mit vollem Umfang hinter der Linie“, versicherte der über 90 Minuten sonst nur bei Flanken geforderte Schlussmann.

Beiden Teams war im Endspiel um das Erreichen eines direkten Nicht-Abstiegsplatzes die Angst vor einem spielentscheidenden Fehler anzumerken. Die Gastgeber benötigten dringend einen Sieg, um an Helvesiek vorbeizuziehen und den Relegationsplatz an den Kontrahenten abzugeben, doch viel war davon in Halbzeit eins nicht zu merken. Die Gäste fabrizierten zahlreiche Fehler im Spielaufbau, sodass die meisten Angriffe bereits im Ansatz verpufften. „Das war Not gegen Elend“, formulierte es Torhüter Windeler treffend.

Nach dem Seitenwechsel wurde Wilstedt deutlich aktiver. Spätestens mit dem Lattenkracher von Fröhlich nahm die Begegnung an Fahrt auf. Helvesieks Christoph Kulke spitzelte den Ball an Keeper Jonas Gieschen, aber auch knapp am Tor vorbei (70.). Die spielentscheidende Szene ereignete sich nur eine Minute später: Wilstedts Andreas Nase brachte Sönke Prigge im Strafraum zu Fall, Kapitän Tobias Schiller behielt beim fälligen Elfmeter die Nerven und sicherte seinem Team den Klassenerhalt. „Unser Torhüter musste in der ersten Halbzeit keinen Ball halten“, empfand Helvesieks Coach Heino Beckmann den Sieg als verdient und kündigte an: „Jetzt geht es mit dem Bus zurück. Danach ist Party angesagt.“ Wilstedt muss sich nun auf die Relegation vorbereiten.

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