Für Kapitän Delventhal sind das neue System und die Fitness ausschlaggebend

Der treffsichere Taktgeber

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Tobias Delventhal zeigt es an – es war sein erster Streich gegen Heeslingens Reserve. Zwei weitere folgten noch.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Die größten Probleme hatte Tobias Delventhal nach dem Abpfiff, als er versuchte, den festgezurrten Knoten im Band seiner weißen Sporthose zu lösen. Zuvor war es der 24-jährige Kapitän des Rotenburger SV II gewesen, der den Abwehrspielern des Heeslinger SC II im kleinen Derby der Fußball-Bezirksliga Knoten in die Beine gespielt hatte. Mit seinem Hattrick zwischen der dritten und 18. Minute legte er den Grundstein für den 7:0-Kantersieg. „So kann es weitergehen“, stellte der Stürmer fest.

Vier Tore in drei Saisonspielen markierte Delventhal nun bereits – für ihn ein optimaler Saisonstart, für sein Team ein ausgesprochen guter, was die sechs Punkte und Platz fünf untermauern. Für den Goalgetter ist vor allem die Umstellung auf die Viererkette ein wesentlicher Grund. „Dem neuen System messe ich da viel Bedeutung bei. Dadurch haben wir mehr Raum“, findet der im Außendienst tätige Bezirksleiter. Ein weiteres wichtiges Indiz: Die RSV-Reserve wirkt ungemein spritzig. „Die Vorbereitung war optimal, ich denke, dass wir fitter sind“, hat auch Delventhal bemerkt.

Für ihn selbst gilt das ganz besonders – nicht so wie in der Vergangenheit, als ihn manche Wehwehchen immer wieder zurückwarfen. „Ich konnte in der Vorbereitung gut mitziehen, bin verletzungsfrei und stehe voll im Saft – das spiegelt sich jetzt in der Leistung wider“, stellt er fest. So setzte er nicht nur in der Anfangsphase wichtige Akzente, sondern brachte auch mit guten Ideen für die Mitspieler den Gegner immer wieder in Verlegenheit und legte Tim Potratz sowie Ferenc Toth die letzten beiden Treffer der Partie auf.

„Dass er in einer Form ist, wo ich sehr zufrieden mit bin, steht außer Frage. ‚Delve‘ ist mein Kapitän und damit auf dem Platz der Taktgeber“, bemerkt Trainer Dariusz Sztorc. Und der Gelobte selbst kommt mit der Art des ehemaligen Mitspielers und neuen Trainers gut klar. „Natürlich gibt es ein paar Unterschiede zu Joachim Kroll. ‚Darek‘ ist ein komplett anderer Mensch, der auch mal lauter wird – und heiser ist, obwohl wir 7:0 gewonnen haben“, sagt Delventhal schmunzelnd.

„Sonst brauche ich

die Binde nicht“

Doch auch er selbst erhebt durchaus die Stimme, wenn es nicht wie gewünscht läuft. Das bekam trotz Führung auch der fünf Jahre ältere Mitspieler Waldemar Ott zu spüren. „Wenn ich nichts sagen kann, brauche ich die Binde nicht zu tragen“, meint Delventhal. „Manchmal ist es vielleicht etwas zu viel, aber mir geht es darum, noch mehr aus den Leuten herauszuholen.“

Gegen Heeslingens Reserve war es nahezu das Optimale, was das Team zeigte. „Wir sind eine gute Mannschaft“, findet der Westerwalseder. Und auch, wenn er der derzeit überragende Akteur auf dem Feld ist, hat er momentan keinerlei Ambitionen, wieder in den Oberliga-Kader des RSV zurückzukehren. „Ich fühle mich in dieser Mannschaft sehr wohl, es passt alles“, betont Tobias Delventhal.

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