Kante bleibt – und wird belohnt

Rotenburgs junger Keeper debütiert beim 26:24 gegen Haren

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Youngster Michel Misere visiert das Tor an: Drei Treffer steuerte der Linkshänder beim 26:24 gegen den TuS Haren bei – auch den letzten.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Den Dank des Trainers gab es in Form einer Nominierung. Im letzten Saisonspiel berief Nils Muche erstmals Marten Kante in den Kader des Handball-Verbandsligisten TuS Rotenburg.

Mehr noch: Der Keeper aus der A-Jugend stand beim 26:24 (14:10)-Heimsieg gegen den TuS Haren sogar für rund eine Viertelstunde im Kasten des Meisters und künftigen Oberligisten. „Er hat gesagt, dass er bleiben möchte – und ich möchte ihn auch gerne dabei haben“, verriet Muche. Damit wird der junge Mann aus Oyten künftig der dritte Keeper neben Yannick Kelm und Dennis Jäger sein.

Mehrere Spieler verabschiedet

Die bisherige Nummer drei, Alexander Meyer, schließt sich der Reserve an und wurde nach der Partie gegen Haren ebenso wie die anderen langjährigen Erste-Herren-Kräfte Jan Leenes, Malte Fresen und Christian Schaffran verabschiedet. Ersatz von außen gibt es nicht, das machte auch Coach Muche noch einmal deutlich. „Wir haben künftig 19 Mann im Kader, 14 dürfen aber nur auf den Spielberichtsbogen.“ Fest dazu stoßen die eigenen A-Jugendlichen Michel Misere, Kilian Behrens, Max Nowosadtko und Marten Kante.

Debüt in der Ersten: Marten Kante (l., mit Luka Bruns)

Und neben Kante setzte Muche zum Abschluss auch Michel Misere und Kilian Behrens erneut ein. Und zwar vor einer beachtlichen Kulisse. Mehr als 300 Zuschauer besetzten die Ränge in der aufgeheizten Pestalozzihalle, auch die mitgereisten Anhänger von der Ems trugen ihren Teil zur Stimmung bei. „Das ist der Wahnsinn. Man konnte sein eigenes Wort kaum verstehen. Gigantisch, was in der Halle los war“, bemerkte Rotenburgs Kapitän und Abwehrchef Klaas-Marten Badenhop.

„Spannend ist doch nicht schlecht“

Dass die Partie vor allem am Ende noch einmal eng wurde, störte ihn nicht. „Spannend ist doch nicht schlecht.“ Und vielleicht lag es auch ein wenig an der fehlenden Konzentration beim Meister, der sich nach anfänglichen Problemen absetzte, dann aber eine 20:14-Führung (43.) fast verspielte. Vor allem Kreisläufer Martin Giesen – der Hüne von Haren – nutzte seinen Gößenvorteil aus. Mehrmals kam der Gast bis auf ein Tor heran, zuletzt 45 Sekunden vor dem Abpfiff durch Sven Mrotzeck. Schließlich beendete Michel Misere mit seinem Tor 20 Sekunden vor Schluss Harens Hoffnung, beim Titelträger einen Punkt zu entführen.

Größenunterschied: Christian Hausdorf (r.) schiebt Martin Giesen zur Seite – oder versucht es.

„Das kommt auch nicht so oft vor, dass eine Mannschaft mit nur neun Minuspunkten Meister wird – das ist schon ein fettes Ding“, betonte Nils Muche. In die Oberliga werden die Rotenburger übrigens vom ATSV Habenhausen II begleitet. Er belegt den dritten Rang, der Tabellenzweite HSG Barnstorf/Diepholz II darf bekanntlich nicht aufsteigen, da die Erste schon in der Oberliga spielt.

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