„Da kann man nicht meckern“

Der RSV beendet die Saison nach dem 0:1 gegen Eintracht Lüneburg auf Platz fünf

Fast wie ein Spiegelbild: Jannis Niestädt (l.) und Lüneburgs Philipp Borges gehen nahezu synchron zum Ball. - Foto: Freese
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Fast wie ein Spiegelbild: Jannis Niestädt (l.) und Lüneburgs Philipp Borges gehen nahezu synchron zum Ball.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Normalerweise verkündet Tim Ebersbach seinem Team die Aufstellung per Flipchart mit klebenden Taktikfolien. Doch vor dem letzten Saisonspiel des Rotenburger SV war in der Kabine alles ein wenig anders. Der Coach des Fußball-Landesligisten hatte eine Collage erstellt. So stand ein Zorro-Bild wegen der Gesichtsmaske für Jannis Niestädt, zwei Berti-Vogts-Fotos symbolisierten die „Terrier“ Yannick und Lucas Chwolka, die Bad- und Good-Cops erinnerten wiederum an Atilla Iscan und Yannik Malende, die Polizisten im Team. Zwar ging der RSV die folgende Partie gegen Eintracht Lüneburg trotz des humorvollen Vorspiels ernsthaft an, unterlag allerdings nach ansprechender Leistung mit 0:1 (0:1).

„Es war ein gutes Spiel von uns. Mindestens ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, stellte Ebersbach treffend fest. So aber bereiteten die Rotenburger aufgrund ihrer ausgelassenen Chancen dem scheidenden Lüneburger Coach Maik Peyko „wenigstens ein schönes Abschiedsgeschenk“, wie Ebersbach anmerkte.

Zwei Spieler machten letztlich den Unterschied: Zum einen Gäste-Keeper Jan-Hendrik Sommer, der mehrmals überragend parierte, zum anderen Stürmer David Mehl, der nach einer klasse Vorarbeit von Phillip Gruhn seinen Größenvorteil gegenüber Yannick Chwolka im Kopfballduell zum 1:0 nutzte (45.). Der RSV-Linksverteidiger gehörte dennoch neben Timo Kanigowski auf der Sechser-Position und Keeper Henner Lohmann zu den auffälligsten Akteuren im RSV-Team.

„Nach dem Spiel beim SV Emmendorf zwei Tage vorher hat uns am Ende die Kraft gefehlt. Gefühlt waren wir vor dem Spiel noch alle auf der Liege“, begründete Innenverteidiger Niestädt die fünfte Heimniederlage – übrigens die vierte mit diesem Ergebnis. Der RSV fiel dadurch noch auf Platz fünf zurück, statt mit einem Sieg auf Rang drei zu klettern.

Dennoch fiel das Fazit von Niestädt mehr als positiv aus: „Job erfüllt!“, stellte er fest. „Vor der Saison haben doch alle gesagt, dass es für uns gegen den Abstieg geht. Jetzt ist es Platz fünf mit einem neuen Trainer – da kann man nicht meckern.“ Ähnlich äußerte sich Coach Ebersbach: „Es war eine super Saison. Die Spieler haben sich individuell entwickelt, wir haben die Mannschaft taktisch weitergebracht. Wir können sehr zufrieden sein.“

Auch die personelle Fluktuation dürfte gegenüber anderen Spielzeiten deutlich geringer sein. Bisher steht nur ein Abgang definitiv fest: Stürmer Toni Fahrner wechselt bekanntlich zum Heeslinger SC in die Oberliga. Der eine oder andere Spieler wird den Verein zwar wohl ebenfalls noch verlassen, doch das große Gerüst bleibt bestehen. „Jetzt wollen wir uns im oberen Drittel etablieren“, sagte der sportliche Leiter Torsten Krieg-Hasch. „Ohne die Ziele gleich zu hoch zu schrauben“, fügte Ebersbach an.

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