Kalteis pfeift zum Rave

Sottrum zieht Unterstedt mit starker Defensive den Zahn – 1:0

Unterstedts Leon Linke (am Ball) kam nicht wie gewohnt zur Entfaltung. Hier hält ihn Louis Jaugstetter nicht ganz regelkonform auf. Schiedsrichter Mario Ernst schaut genau hin. - Foto: Woelki
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Unterstedts Leon Linke (am Ball) kam nicht wie gewohnt zur Entfaltung. Hier hält ihn Louis Jaugstetter nicht ganz regelkonform auf. Schiedsrichter Mario Ernst schaut genau hin.

Unterstedt - Von Nicolas Tréboute. Vitalij Kalteis war zu Scherzen aufgelegt. Mit einer Trillerpfeife bewaffnet, gab der Trainer des TV Sottrum im Mannschaftskreis den (Jubel-)Takt vor, nachdem sein Team das Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga bei der SG Unterstedt mit 1:0 (0:0) für sich entschieden hatte. „Das war ein Insider“, grinste Kalteis schelmisch, verriet das Geheimnis dann aber doch: „Kay Slominski ist beim letzten Training mit einer glänzenden Adidas-Jacke aufgetaucht. Damit sah er ein bisschen aus wie ein Raver. Die Einlage war für ihn.“

Zuvor hatte Mittelfeldspieler Slominski aber vor allem auf dem Feld geglänzt. Der 28-Jährige war vor knapp 250 Zuschauern äußerst ballsicher, immer in der Lage, mindestens einen Gegenspieler auszudribbeln und sprühte nur so vor Spielwitz.

So war es nicht verwunderlich, dass Slominski auch an der spielentscheidenden Szene einen großen Anteil besaß. In der 62. Minute setzte er Unterstedts Innenverteidiger Simon Willenbrock im Spielaufbau derart unter Druck, dass es einen Pressschlag gab. Slominski zog im Anschluss alleine aufs Tor zu und bewahrte frei vor Torwart Phillip Krüger kühlen Kopf, als er den mitgelaufenen Matthias Michaelis bediente. Der hatte keine Mühe, zum 1:0 einzuschieben.

Zwei Minuten zuvor hatte sich eine ähnliche Szene auf der Gegenseite abgespielt, nur mit gänzlich anderem Ausgang. Der ansonsten kaum geforderte Sottrumer Keeper Tobias Engel sorgte eigenhändig dafür, dass er etwas zu tun bekam. Innerhalb von 30 Sekunden spielte er zwei Abstöße in Folge in die Füße der Gastgeber. 

Bei dem Heber von Nisar Atris musste Engel noch nicht eingreifen. Als Atris dann aber auf seinen Kasten zumarschierte, grätschte Engel im letzten Moment dazwischen und sorgte dafür, dass der einschussbereite Daniel Moderau nicht zum Jubeln abdrehen konnte. „Wenn wir den machen, muss Sottrum kommen und wir bekommen Räume“, analysierte der Unterstedter Coach Fabian Knappik.

Genau die hatte der Tabellenführer den offensivstarken Gastgebern über 90 Minuten nicht gegeben. „Das war auch unser Ziel. Wir wussten, dass Unterstedt gegen stabile Abwehrblöcke Probleme hat“, erklärte Sottrums Linksverteidiger Eike Buckenberger.

Die schnellen Außenbahnspieler Moderau und Leon Linke kamen gegen die diszipliniert verteidigende Kalteis-Elf nicht zur Entfaltung, auch Tobias Delventhal war bei den Innenverteidigern Denis Neufeld und Dominik Reuter in besten Händen. Dennoch bekam der Goalgetter in der 79. Minute die große Gelegenheit auszugleichen, nachdem er sich im Strafraum seinen Bewachern kurzzeitig entzogen hatte. 

Moderaus Hereingabe nahm Delventhal an, verzog dann aber aus sechs Metern deutlich. „Das zieht sich leider ein bisschen wie ein roter Faden durch die letzten Wochen. Hinten sind wir nicht ganz so stabil und vorne lassen wir zu viel liegen“, stellte Knappik fest.

Auch Sottrum hätte das eine oder andere Tor mehr erzielen und durch Marvin Meyer schon in der ersten Hälfte in Führung gehen können. Nachdem der rechte Mittelfeldspieler Torwart Krüger überlupft hatte, köpfte er – noch von Keyhan Bahrami gestört – am leeren Tor vorbei (28.).

Im zweiten Abschnitt entwickelte sich das Chancenverhältnis dann eindeutig zugunsten der Gäste. Michaelis’ Schuss kratzte Florian Liszkowski noch von der Linie (58.), Finn Herwig köpfte aus drei Metern über das Tor (64.) und auch Andrej Edel schaffte es gegen Krüger nicht, den Sack zuzumachen (71.). 

Doch am Ende rächte sich das nicht mehr, sodass Sottrum den Platz an der Sonne festigte. „Der Sieg ist völlig verdient. Wir haben gegen die beste Offensive der Liga fast gar nichts zugelassen. Bis auf die Chancenverwertung hat bei uns alles gepasst“, sprach Coach Kalteis ein großes Lob an seine Elf aus.

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