Dennoch: Feierlaune

TV Sottrum muss trotz 4:2-Sieg in die Relegation

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Sottrums Marvin Meyer (vorne) sorgte mit seinem Doppelpack für die Entscheidung. Hier enteilt er Mike Vetter vom FC Alfstedt/Ebersdorf. 

Alfstedt - Von Vincent Wuttke. Vitalij Kalteis war trotz der 28 Grad etwas unterkühlt. Das war aber auch kein Wunder, denn Tobias Küsel, der bis zum Winter noch für den TV Sottrum gekickt hatte, übergoss den Coach des Fußball-Kreisligisten kurzer Hand mit einem Eimer Wasser und machte sich danach unter dem Jubel der Spieler aus dem Staub.

Kurzum war die Wieste-Elf nach dem 4:2 (2:0)-Sieg beim FC Alfstedt/Ebersdorf am letzten Spieltag in Feierlaune. Und das, obwohl es mit dem Titelgewinn und dem Aufstieg aufgrund des 5:1-Sieges des Konkurrenten SV Ippensen gegen den SV RW Scheeßel nichts wurde.

Dabei waren die Sottrumer bestens auf eine eventuelle Meisterfeier vorbereitet. Im Bus waren gut 35 Anhänger mit der Mannschaft mitgefahren, und auch ein großer Vorrat an Kaltgetränken fand den Weg nach Alfstedt. „Wir wollten aber sowieso die Rückrunde gebührend ausklingen lassen. Immerhin haben wir zwölf Mal in Folge gewonnen“, meinte Andrej Edel. Beim Blick auf die Abschlusstabelle fügte er an: „62 Punkte – Respekt.“ So blieb der Sottrumer-Tross noch bis weit nach dem Abpfiff in der Sonne und ließ die Rückrunde Revue passieren. „Ein bisschen deprimierend ist es ja schon, dass es trotz unserer Siegesserie nur für die Relegation reicht“, fand Timo Löber.

Ippensen schwächelt nicht

Für den direkten Aufstieg hätte Sottrum einen Ausrutscher von Ippensen benötigt, verzichtete aber zunächst darauf, über den dortigen Spielstand informiert zu werden. Lediglich Coach Kalteis holte sich in der Pause den 4:0-Zwischenstand des Kontrahenten ein. „Gesagt habe ich den Jungs trotzdem nichts, aber mit meinen Wechseln habe ich schnell angedeutet, dass es nicht mehr wichtig war“, meinte der Trainer. Kurz nach der Halbzeitpause nahm er seine Leistungsträger Matthias Michaelis, Andrej Edel und Timo Löber vom Feld und schonte das Trio für die Relegation. „Ich habe aber auch schon gedacht, dass Ippensen es zu Ende bringt. Dafür waren die zu konstant“, sagte Andrej Edel. Sein Trainer fügte an: „Entweder ist es die Brutalität von denen gewesen oder die Lustlosigkeit der Gegner, dass sie am Ende so durchmarschiert sind.“

Zumindest sammelte sein Team in Alfstedt zusätzliches Selbstvertrauen vor der Relegationspaarung gegen den TuS Bothel. Im Sommerkick um die Goldene Ananas hatten Edel (20.), Michaelis (34.) und Marvin Meyer per Doppelschlag (63./66.) für eine zwischenzeitliche 4:0-Führung gesorgt. Niko Müller (70.) und Mike Vetter (80.) verkürzten noch für die Hausherren. Allerdings hatte die Kalteis-Elf zu diesem Zeitpunkt schon einen Gang herausgenommen und richtete den Blick nach Abpfiff direkt auf die Entscheidungsspiele. So schwor der Trainer seine Elf im Mannschaftskreis auf die Saisonverlängerung ein. „Es wäre aber auch schön gewesen, wenn es nun vorbei wäre“, fand Timo Löber.

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