Kalteis‘ dritter Versuch soll gelingen

TV Sottrum will nach 17 Jahren im Kreispokal-Finale wieder einen Titel holen

Als Spieler verlor Sottrums Trainer Vitalij Kalteis seine beiden Endspiele im Kreispokal. Nun will er als Trainer das erste Mal in dem Wettbewerb gewinnen. - Fotos: Freese
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Als Spieler verlor Sottrums Trainer Vitalij Kalteis seine beiden Endspiele im Kreispokal. Nun will er als Trainer das erste Mal in dem Wettbewerb gewinnen. 

Sottrum - Von Vincent Wuttke. Die Erinnerungen von Vitalij Kalteis an die Kreispokal-Endspiele sind wahrlich keine guten. Zwei Mal stand er als Fußball-Spieler des TV Sottrum im Finale – zwei Mal unterlag er. 2013 war der VfL Sittensen zu stark (3:2), 2015 entriss der Heeslinger SC III den Wieste-Kickern den Pokal im Elfmeterschießen (5:3). Dieses Mal soll es am Sonntag (15.30 Uhr) in Ostereistedt gegen den Ligakonkurrenten Bremervörder SC klappen.

Kalteis kann sich noch ziemlich genau an die beiden Partien erinnern. „Gegen Sittensen habe ich beide Tore gemacht und später Krämpfe bekommen. Wir haben auch verloren, weil wir verpfiffen wurden“, sagt Kalteis. Zwei Jahre später sollte es auch nichts mit dem Triumph werden. „Gegen Heeslingen haben wir das schlechteste Spiel gemacht, was ich als Aktiver auf dem Platz miterlebt habe“, gibt der ehemalige Innenverteidiger zu.

Ein schlechtes Gefühl vor seinem dritten Anlauf hat der 35-Jährige aber deshalb nicht. „Ich bin ja nun Trainer und kann einige Dinge anders steuern“, erzählt der Scheeßeler. Seine noch aktiven Spieler Yannik Stelling, Steffen Mech, Matthias Michaelis, Timo Löber, Eike Buckenberger und Nico Fröhlich standen übrigens bereits bei beiden Finalspielen im Kader. Kalteis macht nun Mut, dass sein Vizemeister in den vergangenen Wochen immer besser in Form gekommen ist. Sottrum ist in dem Endspiel der klare Favorit, denn dem Bremervörder SC fehlen zehn Akteure. Sie verweilen bis Sonntagabend noch auf einer lange geplanten Mannschaftsfahrt und werden von Spielern aus der Reserve und der Altherren-Auswahl ersetzt. Am Mittwoch landete die zusammengewürfelte Elf im Halbfinale trotzdem den Coup und schlug die SG Unterstedt (5:4 nach Elfmeterschießen).

2001 der letzte Trophäen-Gewinn

Sottrum fährt mit einem Reisebus in den Nordkreis und will auf dem Rückweg den ersten Titel seit 17 Jahren holen. 2001 schaffte die Mannschaft die Meisterschaft in der Bezirksklasse und stieg in die Bezirksliga auf. Danach stemmte die Wieste-Elf aber keine Trophäe mehr in die Luft. „Es wird höchste Zeit, dass sich das ändert“, findet Kalteis.

Ein ähnliches „Finaltrauma“ wie Sottrum hat auch die S 40 der SG Wiedau. Schon in den vergangenen beiden Jahren spielte sich die Mannschaft – damals noch als TuS Brockel – bis ins Endspiel. 2016 war aber der FC Ostereistedt/Rhade beim 1:0 zu stark und im vergangenen Juni siegte die SG Wörpetal mit 2:1. Am Sonntag (11.30 Uhr) will der Kreisligist gegen den Klassenpartner SG Tiste/Hamersen/Sittensen unbedingt bestehen. In der Liga war Wiedau am Ende vor dem Gegner, feierte aber gegen die Vertreter aus dem Nordkreis keinen Sieg. Die Duelle endeten 0:2 und 3:3.

Als Spieler verlor Sottrums Trainer Vitalij Kalteis seine beiden Endspiele im Kreispokal. Nun will er als Trainer das erste Mal in dem Wettbewerb gewinnen. 

Den Anfang des Tages machen die Altherren-Kicker (10 Uhr). Der Rotenburger SV und die SG Schwitschen/Stellichte haben alle Hürden genommen und treffen sich zu einem Duell auf Augenhöhe. In der Kreisliga wurde der RSV Vizemeister und lag damit einen Rang vor dem Konkurrenten. In den Punktspielen behielten die Kreisstädter jedoch klar die Oberhand. Das Hinspiel ging mit 2:0 an den RSV, in der Rückrunde trat Schwitschen/Stellichte aufgrund akuten Personalmangels nicht an und kassierte eine 0:5-Wertung.

Die einzige Partie in Ostereistedt ohne Altkreis-Beteiligung ist das Frauen-Finale. Dort treffen um 13.30 Uhr die SG Sandbostel/Hesedorf und der MTV Wohnste aufeinander. Es ist die Neuauflage des vergangenen Endspiels. Damals gewann Wohnste.

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