Kämpfen bis die Krämpfe kommen

Fußballer-Delegation ist beim Extrem-Hindernislauf Tough-Mudder am Start

Der Matsch und die lange Strecke haben ihre Spuren hinterlassen. Christoph Meinke (hinten, v.l.), Hendrik Meinke, Marcel Koch sowie Tim Beyer (vorne, v.l.) Henrik Koopmann, André Tekath, Jan-Hendrik Eichel, Luca Griech und Kevin Altmann sind trotzdem glücklich.

Bothel - Von Vincent Wuttke. Das ist mal eine etwas andere Vorbereitung zur kommenden Fußball-Saison: Nur laufen zu gehen, war einer kleinen Kicker-Delegation zu langweilig. Deshalb brachen Christoph Meinke, Hendrik Meinke, Luca Griech, Kevin Altmann, Tim Beyer (alle TuS Bothel) sowie Jan-Hendrik Eichel (SV Schwitschen), André Tekath (MTV Jeddingen), Henrik Koopmann und Marcel Koch (TuS Bothel III) am Wochenende auf zum Tough-Mudder-Wettkampf nach Hermannsburg – ein Dauerlauf, bei dem es richtig zur Sache geht. Die rund 10 000 Teilnehmer mussten nicht nur die 19 Kilometer lange Strecke zu Fuß zurücklegen, sondern auch noch 29 Hindernisse passieren.

Initiatoren waren Griech und Tekath. Die Arbeitskollegen überlegten sich im Frühjahr, wie sie ihre Fitness verbessern können. „Dadurch wollte ich es schaffen, mehr Spielzeit zu bekommen“, so Griech. Seit März bereitete sich das Duo auf den Lauf vor und gewann schnell weitere Interessenten aus dem Freundeskreis. Das Training machte sich für Griech schnell bezahlt. Bereits in der vergangenen Rückrunde kam der vielseitig einsetzbare Visselhöveder in der Bezirksliga beim TuS Bothel auf neun Startelfeinsätze. Seine Wahl fiel natürlich nicht zufällig auf den Tough-Mudder-Lauf. „Es ist immer leichter, wenn man ein festes Ziel vor Augen hat“, so Griech. Für ihn war es der Start in Hermannsburg.

Durch die stark riechende Matschgrube

Und dort ging es richtig zur Sache. Der Extrem-Hindernislauf verlangte den Startern alles ab. Während die Laufstrecke zu einem großen Teil durch den Wald verlief, mussten auch Hindernisse erklommen werden – und die hatten es in sich. Griech ist dabei vor allem die Station „Shreks Wohnzimmer“ im Gedächtnis geblieben. Dabei müssen die Sportler durch eine stark riechende Matschgrube laufen. Der Matsch stand den Kandidaten dabei bis zur Hüfte. Bei einigen Hindernissen ging es um Armkraft, aber auch das Tauchen durch sehr kaltes Wasser stand auf dem Programm. So plagten viele Starter bereits weit vor dem Ziel die Krämpfe. „Bei uns ging es aber eigentlich“, betonte Christoph Meinke. So baute die Gruppe auch keine Ruhephasen ein.

Die Fußball-Delegation blieb übrigens den gesamten Weg zusammen. Eine Zeit wurde bei dem Wettkampf derweil nur bei der professionellen Startergruppe gemessen. „Es geht eben um den Teamgeist und darum, im Ziel anzukommen“, erklärt Christoph Meinke. Die neun Sportler aus dem Kreis bekamen im Ziel auch eine Belohnung in Form eines orangenen Stirnbands. Das zeigt an, wie häufig die Strecke bereits bewältigt wurde. Die Kicker waren sichtbar zum ersten Mal dabei. „Wir sind im nächsten Jahr aber auf jeden Fall wieder am Start“, ist Meinke von dem Extrem-Lauf total begeistert. Im nächsten Jahr soll die Delegation dann noch größer werden.

Übrigens hat sich der Rest der Mannschaft des TuS Bothel parallel zum Tough-Mudder-Lauf auch die Beine vertreten. Die Akteure des Bezirksligisten liefen durch den Wald. „Ich habe mir sagen lassen, dass sie nicht so lange gelaufen sind“, sagt Meinke schmunzelnd.

Togh-Mudder

Tough-Mudder ist ein Extrem-Hindernislauf, der im Sommer in Deutschland in mehreren Städten angeboten wird. Der längste dieser Wettbewerbe wird in Hermannsburg ausgetragen. Durch die Hindernisse werden nicht nur die Beine, sondern nahezu alle Muskelgruppen gefordert. Auch deshalb finden die Tough-Mudder-Läufe immer größeren Zuspruch.

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