Bothelerin mittlerweile beim TSV Nord Harrislee in der 2. Bundesliga aktiv

Juricke: „Manchmal steht mir mein Ehrgeiz im Weg“

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Die gebürtige Bothelerin Marielle Juricke, die einst beim TuS Rotenburg das Handballspielen begann, ist seit dieser Saison für den TSV Nord Harrislee in der 2. Bundesliga aktiv.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Auf den ersten Blick möchte man kaum glauben, dass sie mittlerweile in der 2. Bundesliga für den TSV Nord Harrislee auf Torejagd geht. Schließlich hat Marielle Juricke nicht unbedingt die typische Handball-Figur.

Die gebürtige Bothelerin, die mit vier Jahren beim TuS Rotenburg mit dem Handballspielen begann, sagt über sich selbst, dass sie für den Sport etwas zu schmal sei und besonders muskulär noch zulegen müsse.

Doch davon lässt sich die 20-Jährige nicht beeinträchtigen, denn bei den Schleswig-Holsteinern kommt Juricke bei den Punktspielen auch so regelmäßig auf 20 bis 30 Minuten Einsatzzeit. „In der Abwehr muss ich noch etwas zulegen, dadurch spiele ich momentan noch etwas weniger. Ich werde aber weiter hart an mir arbeiten und zeigen, was ich kann“, erklärt die Sportstudentin.

Seit Sommer vergangenen Jahres wohnt sie mittlerweile in Flensburg und fühlt sich dort „pudelwohl“. Daher nimmt sie es auch gerne in Kauf, fast täglich nach Kiel zur Uni zu pendeln. „Von der Entfernung ist es in Ordnung. Dafür habe ich die Sporthalle fast direkt vor meiner Haustür“, sagt die Linksaußenspielerin, die fünf Mal die Woche trainiert. „Es macht mir richtig Spaß. Manchmal steht mir aber mein Ehrgeiz im Weg, denn ich setze mich selbst unnötig unter Druck.“

Ihrem Fleiß hat sie es zu verdanken, dass sie es schon so weit gebracht hat. Bei ihrem Heimatverein wurde ihr Talent damals schon von John Köhler erkannt. Der ehemalige Coach des TuS Rotenburg ließ sie daher immer bei den Jungs mittrainieren. „Außerdem war ich auch noch bei der Leichtathletik. Dadurch konnte ich meine Schnelligkeit deutlich verbessern. Irgendwann wurde es aber leider zu zeitintensiv“, sagt Juricke. Bis zur D-Jugend war sie für den Wümme-Club aktiv, ehe es sie für fünf Jahre zur SG Achim/Baden zog. „Dort konnte ich leistungsorientierter trainieren. Die Zeit hat mir wirklich viel gebracht“, erinnert sich Juricke gerne zurück.

Im Jahr 2007 wechselte die gebürtige Bothelerin schließlich zum TV Oyten. Dort lief sie als C-Jugendliche bereits für die A-Jugend auf. Durch konstant gute Leistungen machte sie schließlich den VfL Oldenburg aus der dritten Liga auf sich aufmerksam. „Es war eine gute Zeit, jetzt bin ich aber froh, in Harrislee zu sein. Hier möchte ich in der zweiten Liga richtig angreifen. Es ist schon ein großer Unterschied zwischen den beiden Ligen zu erkennen, denn die Spielweise ist schneller, zudem ist eine gewisse Härte zu spüren.“

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