Albrecht am treffsichersten

Junior Hurricanes zahlen gegen Herne noch Lehrgeld

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Die erst 14-jährige Louisa Moritz (am Ball), jüngst für die U16-Nationalmannschaft nominiert, traf mit den Hurricanes auf einen starken Herner TC. Das Auftaktspiel in der Nachwuchsbundesliga ging letztlich mit 63:79 verloren.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Wenn es ums Outfit geht, sind die U 18-Basketballerinnen der Junior Hurricanes schon mal ganz oben dabei. Vorne waren die neuen Trikots in kleinen Lettern mit allen Namen der Spielerinnen bedruckt, hinten prangte im Nacken ein vierblättriges Kleeblatt. Sportlich schöpfte der Aufsteiger aber noch nicht sein ganzes Potenzial aus. Das Auftaktspiel in der Nachwuchsbundesliga (WNBL) ging in der Eichenschulhalle vor 60 Zuschauern mit 63:79 (29:45) gegen den Titelmitfavoriten Herner TC verloren.

Waren die jungen Hurricanes vor ihrer Premiere im Oberhaus vielleicht zu nervös oder was waren die Gründe? „Schwer zu sagen“, rätselte etwa Aufbauspielerin Melda Tölle. Jedenfalls hatten die Gäste in puncto Erfahrung einen Vorteil, schließlich waren viele schon vergangene Saison in der Bundesliga an Bord. Insbesondere Guard Laura Zolper war die überragende Akteurin auf dem Court. Ihren Zug zum Korb wussten die Hurricanes oft nur mit Fouls zu stoppen, sodass die 16-Jährige am Ende auf 26 Punkte kam. Ohnehin verließ sich das Team aus Nordrhein-Westfalen auf eine Sechser-Rotation, während es die Hurricanes über die Kaderbreite versuchten. „Wir haben den Aufstieg schließlich als Team geschafft, auch wenn Hernes Starting Five klar besser war“, bemerkte Coach Tomas Holesovsky.

Co-Trainer Sönke Müller nannte vor allem zwei Unterschiede: „Intensität und Reboundverhalten.“ Und er ergänzte: „Außerdem hatten wir eine unterirdische Freiwurf-Quote.“ Wohl wahr! Hätten die Hurricanes nicht nur elf ihrer 28 Versuche im Korb versenkt, sondern gleich alle – der Sieg wäre ihrer gewesen. Doch erst Muska Saidi begann in der 38. Minute damit, die Freiwürfe sicher zu verwandeln. Da war das Spiel aber längst entschieden.

Kaum Spannung im Spiel

Allzu große Spannung sollte denn auch nicht aufkommen. Beim 8:8 durch Sina Friedrichs waren die Hurricanes noch Mitte des ersten Viertels auf Augenhöhe, im zweiten Durchgang beim 19:22 durch Celine Schröder noch dran. Dann aber machten sich zu viele unnötige Ballverluste, zu viele vergebene Würfe und zu viele zugelassene zweite, ja gar dritte Chancen für Herne negativ bemerkbar. Auch die Dreierbilanz sprach am Ende für den Favoriten – 6:0! Zur Pause war dieser bereits auf 45:29 enteilt.

Immerhin: In Halbzeit zwei gestalteten die Hurricanes die Partie ausgeglichen, fanden zur nötigen Intensität, steckten nicht auf und verkürzten den Rückstand durch Nele Albrecht, die treffsicherste Akteurin ihres Teams, auf 13 Punkte – 59:72 (39.). „Da haben wir auch besser ausgeboxt. So müssen wir aber von Anfang bis Ende spielen“, meinte Holesovsky. Dennoch war der Coach letztlich durchaus einverstanden mit dem ersten Auftritt in der neuen Klasse. Nächsten Sonntag würde er in Köln-Hürth bei den bisher spielfreien RheinStars Ladies aber auch gern die Punkte mitnehmen.

Junior Hurricanes: Vivien Stoll (9), Celine Schröder (9), Cara Rettmann, Sina Friedrichs (8), Nele Albrecht (8), Nike Fortmann (5), Melda Tölle (2), Lotta Stach (4), Truus Brammerloh, Bente Lademacher (8), Muska Saidi (8), Louisa Moritz (2).

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