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Jürgen Schneider (Bogenschießen)

Hinter Jürgen Schneider liegt ein erfolgreiches Jahr. Der Trainer der Bogenschützen des SV Jeersdorf gewann mit den Damen DM-Bronze. Er selbst holte sich Gold bei den Landesmeisterschaften.

Jeersdorf - Jürgen Schneider ist so etwas wie einer der Gründungsväter der Bogensportabteilung des SV Jeersdorf. Der 58-Jährige ist nur vier Monate nach der Gründung 2000 hinzugestoßen und hat den Sport sowohl als Aktiver als auch Trainer maßgeblich mit aufgebaut. „Wir haben eine hohe Leistungsdichte im Verein. Uns zeichnet es aus, dass wir so viele starke Schützen haben“, freut sich der Coach, der sich um die Herren und die Damen kümmert. Bei der Jugend schaut er hin und wieder auch noch vorbei.

Im vergangenen Jahr hatte Schneider wieder Grund zur Freude: Der Coach gewann mit den Damen in der Altersklasse zum zweiten Mal Bronze bei den Deutschen Meisterschaften im Freien (WA). „Wir wollten zeigen, dass wir keine Eintagsfliege sind. Ich bin stolz, dass das Team wieder seine Leistung abgerufen und den dritten Platz bestätigt hat. Das war ein super Wettkampf“, erinnert sich der B-Lizenz-Inhaber. Neben Margit Müller und Silke Ahlers gehört auch seine Frau Ursula Schneider zur Mannschaft. Ehestreit gab es deshalb aber noch nicht.

„Wenn nur einer von uns den Sport betreiben würde, würde es nicht klappen. So bekomme ich stets Verständins, dass ich viel Zeit für das Bogenschießen investiere. Meine Frau ist schließlich genauso infiziert“, sagt Schneider lachend. Von 2007 bis 2011 war der Trainer zudem noch im Landeskader tätig, doch ging es zu Lasten der Vereinsarbeit, sodass sich der 58-Jährige dazu entschloss, sich wieder „nur“ um den SV Jeersdorf zu kümmern.

Doch nicht nur als Coach lief es 2017 nach Plan. Schneider war auch selbst aktiv und gewann bei den Feldbogen-Landesmeisterschaften in Wolfsburg den Titel in der Altersklasse. „So konnte ich wenigstens mal wieder beweisen, dass ich auch treffen kann“, sagt der Scheeßeler mit einem Augenzwinkern. „Ich bin aber auch wirklich gerne Trainer und gebe mein Wissen und meine Erfahrung weiter“, ergänzt der staatlich geprüfte Elektrotechniker.

Derzeit strebt er in der Hallen-Saison mit den Herren den Aufstieg in die Regionalliga an. Dafür muss das Team seinen zweiten Platz halten, um an der Relegation teilzunehmen. „Es sieht gut aus. Zwei Wettkampftage stehen noch aus“, blickt Schneider optimistisch voraus. - ml

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