Jürgen Klindworths sechste Ironman-Teilnahme verlangt dem 55-Jährigen einiges ab

„Zehn-Stunden-Diät“ auf Hawaii

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Der Banner beweist es: Jürgen Klindworth war mit seiner Tochter Birte auf Haiwaii und nahm erfolgreich am berühmten Ironman teil.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Noch einige Tage danach ist das Gefühlsleben bei Jürgen Klindworth durcheinander: „Meinem Körper kommt es wie Mitternacht vor“, erzählt der Triathlet des TV Scheeßel, obwohl es mittags ist. Schuld daran ist sein Trip nach Hawaii. Dort absolvierte er zum sechsten Mal den berühmten Ironman und wurde in seiner Altersklasse, der M55, in 10:37:54 Stunden zweitbester Deutscher.

Die Folgen dieser Quälerei – 3,86 Kilometer im offenen Meer, 180 Kilometer auf dem Rad durch Lavafelder und der abschließende Marathon – bekam Klindworth hinterher zu spüren. „Ich konnte nicht mal einen Schluck Wasser runterkriegen“, berichtet der 55-Jährige vom zweieinhalbstündigen Aufenthalt im Sanitätsbereich, wo ihm zwei Beutel Kochsalzlösung als Infusion verabreicht wurden. Der Sittenser hatte sechs Kilo an Körperflüssigkeit verloren und brachte noch 64 Kilo auf die Waage – die Hawaii-Diät. „Ich mache immer noch den Fehler, dass ich zu wenig trinke. Aber ich war so beschäftigt damit, mir Berge an Eiswürfeln ins Trikot zu stecken, um den Körper zu kühlen.“

Dennoch lief es recht gut für den Qualitäts-Wirtschaftsingenieur, der von seiner Tochter Birte nach Hawaii begleitet wurde. Bei starkem Wellengang hielt sich Klindworth beim Schwimmen aus dem Getümmel raus – 1:13:18 Stunden benötigte er. Wechselnde und heftige Winde machten die Radstrecke zu einer echten Herausforderung. „Durch den Wind waren das gefühlt 190 oder 200 Kilometer. Einige sind bei den Stoßwinden von der Straße geweht worden“, so Klindworth. Er stieg nach 5:42:32 Stunden vom Rad. Den Marathon bewältigte er in 3:33,59 Stunden. „Da habe ich gemerkt, dass es läuft“, berichtet der Eisenmann des TV Scheeßel, der als Elfter seiner Altersklasse einlief und fast 20 Minuten schneller war als bei seinem letzten Start 2009. „Mein Traum ist es, irgendwann nochmal unter die ersten Fünf zu kommen“, soll die sechste nicht die letzte Teilnahme gewesen sein.

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