Kampfsportler des TuS Rotenburg nicht zu bezwingen / „Bin stolz auf seine Leistung“

Judoka Andreas Wöhl sichert sich DM-Gold

Judoka Andreas Wöhl gewann bei der DM die Goldmedaille.

Rotenburg - Für eine Riesen-Überraschung hat Andreas Wöhl gesorgt. Der Judoka des TuS Rotenburg sicherte sich völlig Überraschend die Goldmedaille bei der Deutschen Judo-Meisterschaft der Veteranen. An der 12. DM der Männer und Frauen über 30 Jahre im Sportforum Berlin-Hohenschönhausen beteiligten sich insgesamt 437 Judokas aus 18 Landesverbänden auf vier Matten.

Für den TuS Rotenburg ging in der Bundeshauptstadt erneut Andreas Wöhl an den Start. Nach Bronzemedaillien aus den Jahren 2014 und 2015 gelang Wöhl mit seinem Finalsieg gegen Ludger Steffens vom TV Dellbrück (Nordrhein-Westfalen) nun endlich der ganz große Wurf. „Ich freue mich enorm für Andreas“, betonte Volker Mitschke, Judo-Abteilungsleiter des TuS Rotenburg. Mit der Goldmedaille habe er sich die Krone aufgesetzt. Wöhl siegte in der Kategorie M 7 bis 81 Kilogramm.

Mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft geht für den 61-jährigen Wöhl ein bereits langgehegter Wunsch in Erfüllung. Im weiteren Verlauf des Jahres stehen für den Rotenburger jetzt eine mögliche Teilnahme an den Europameisterschaften in Porec (Kroatien) und den Weltmeisterschaften in Fort Lauderdale (USA) zu Disposition.

„Andreas hat sich den Titel mehr als verdient. Zumal er erst seit gut drei Jahren wieder aktiv den Judosport ausübt“, lobte Mitschke. Zuvor hatte er eine jahrelange Pause eingelegt. Von daher ist es sehr bemerkenswert, dass er sich nach all den Jahren der Auszeit mit so einer starken Leistung zurückgemeldet hat. „Ehrlich gesagt, hat mich die Goldmedaille nicht überrascht, weil ich wusste, wie viel Arbeit Andreas für die Endrunde investiert hat. Er hat enorm viel und sehr gut trainiert und sich voll auf den Wettkampf fokussiert“, sagte Mitschke über den ältesten aktiven Judoka beim TuS Rotenburg.

Aber nicht nur Wöhl zeigte Ausnahmeleistungen. Auch die anderen Sportler lieferten sich viele spannende und faire Wettkämpfe. Unter den Teilnehmern waren zudem zahlreiche ehemalige erfolgreiche Athleten, die zum Teil auch heute noch in den verschieden Ligen gegeneinander kämpfen. Bei der Deutschen Meisterschaft der Veteranen stellte das Bundesland Nordrhein-Westfalen mit 14 Goldmedaillengewinnern die meisten Sieger, gefolgt von den Landesverbänden Bayern (elf) und Berlin (zehn). jdi

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