Judo-Ass muss bei der WM nach der zweiten Runde die Segel streichen / Bronze mit der Mannschaft

Peters unterliegt Publikumsliebling

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In der ersten Runde lief es für Dimitri Peters (r.) noch sehr gut. Der Unterstedter zwang seinen Kontrahenten Kyeongtae Kim aus Südkorea mit einem Armhebel zur Aufgabe. Anschließend war für den Judoka allerdings Endstation.

Rotenburg - Den Traum von einer Medaille musste Dimitri Peters bei der Weltmeisterschaft im russischen Tscheljabinsk schnell begraben: Bereits in der zweiten Runde war für das Judo-Ass, das jahrelang für den TuS Rotenburg an den Start gegangen war und seit Anfang des Jahres für das Judoteam Hannover antritt, bei den Titelkämpfen in der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm Schluss.

Dabei erwischte der Unterstedter zum Auftakt einen gelungenen Start. In der ersten Runde stand ihm Kyeongtae Kim aus Südkorea gegenüber. Nach knapp zwei Minuten Kampfzeit musste Peters zwar zunächst einen Wazaari-Rückstand hinnehmen, ließ sich davon aber nicht verunsichern und zwang seinen Kontrahenten anschließend mit Juji-gatame (Armhebel) zur Aufgabe.

In der zweiten Runde kam es zum Aufeinandertreffen alter Bekannter: Peters musste gegen den Olympiasieger Tagir Khaibulaev aus Russland antreten. Vor zwei Jahren in London hatte der Unterstedter im Halbfinale nach einem Kampfrichterentscheid das Nachsehen gehabt. Auch dieses Mal war es von Beginn an wieder ein ausgeglichener Kampf. Dass der Russe ganz klar einen Heimvorteil hatte, war deutlich von den Zuschauerrängen zu hören. Davon ließ sich der Olympia-Dritte aber nicht aus der Ruhe bringen. In einer ausgeglichenen Begegnung zeigten beide eine starke Leistung und es fielen in der fünfminütigen Kampfzeit letztlich auch keine Wertungen. „Leider konnte ich meine Stärken am Boden nicht ausspielen, da die Kampfrichter zu schnell abgebrochen haben. Das ist natürlich sehr ärgerlich. Mir war aber schon vorher klar, dass die Kampfrichter für den Russen schiedsen werden, da sie ihn am Boden nicht in Bedrängnis kommen lassen wollten“, ärgerte sich der Sportsoldat, der bereits in London gegen Khaibulaev das Nachsehen hatte. Am Ende unterlag Peters mit zwei zu drei Shido-Bestrafungen. „Es hätte eigentlich in die Verlängerung gehen müssen, da der Kampf total ausgeglichen war“, meinte der Judoka.

Besser lief es für Peters mit der Mannschaft. Mit seinen Teamkollegen gewann er gegen Kasachstan die Bronzemedaille. Die Deutschen hatten deutlich mit 5:0 die Nase vorne.

ml

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