Trainer verabschiedet sich von A-Jugend des JH Wümme

Für Lingener geht „eine tolle Zeit zu Ende“

Lennart Lingener (l.) dirigiert seine A-Jugend um Philipp Friberg (r.) gegen den TSV Anderten zum letzten Mal. - Foto: Freese

Rotenburg - Nicht nur die Handball-Herren des TuS Rotenburg haben als Aufsteiger in die Oberliga eine super Saison absolviert, sondern auch die A-Jugend des JH Wümme unter ihrem erst 24-jährigen Trainer Lennart Lingener. Die Nachwuchsmannschaft hat in der Oberliga gute Spiele gezeigt und ist Dritter. Heute Abend heißt es für den Trainer und die Talente aber Abschied nehmen. Im Heimspiel (19.30 Uhr in der Pestalozzihalle) gegen den TSV Anderten steht Lingener das letzte Mal an der Seitenlinie. Und auch die Mannschaft wird sich trennen.

Nur Torhüter Matthis Köhlmoos und Jan Nowosadtko spielen in der kommenden Saison weiter in der A-Jugend. Auswahlspieler Niko Korda verlässt den Verein und alle anderen Akteure müssen in den Herrenbereich wechseln. „Es ist aber gewiss nicht falsch, wenn die meisten erst einmal in die zweite Herren gehen, um sich dort an die Härte im Seniorenbereich zu gewöhnen“, gibt Lingener seinen Schützlingen einen letzten Rat mit auf den Weg. 

Lana Caesar übernimmt die A-Jugend. - Foto: Ludwig

Er selbst gibt seine Trainer-Tätigkeit aufgrund seines Bachelor-Studiums der Gesundheits- und Sportwissenschaft an der Universität Bremen nach drei Jahren auf wird und von Lana Caesar beerbt. Sie kommt aus dem Landkreis Verden und hat bisher erfolgreich als Trainerin im Jugendbereich im Verein und in verschiedenen Auswahlmannschaften gearbeitet. In der nächsten Spielzeit tritt sie trotz der Spielberechtigung in der Oberliga mit der A-Jugend in der Landesliga an. Dort spielt aktuell die Reserve, die dann den Stamm der ersten Mannschaft bildet.

Während die Pläne rund um das Nachwuchsteam schon verfestigt sind, weiß Lingener noch nicht genau, wie seine Zukunft aussieht. „Ich muss erst einmal sehen, wie es bei mir weitergeht und wo ich mein Masterstudium beginnen kann. Vielleicht in Leipzig oder Köln“, sagt er. Mit seiner Mannschaft hat er einen langen und erfolgreichen Weg hinter sich. Unter seiner Regie ging es von der Kreisliga über die Landesliga bis in die Oberliga. Voraussetzung dafür war, dass der Coach das Trainingsprogramm auf drei Einheiten pro Woche hochgefahren hat. Mit einem Sieg im heutigen Spiel gegen Anderten kann der JH Wümme Dritter bleiben. „Damit gehören wir in dieser Spielzeit einschließlich der Bundesliga zu den besten sechs A-Jugendteams in Niedersachsen und Bremen“, sagt der 24-Jährige stolz.

Das Verhältnis zwischen ihm und seinen Schützlingen war immer ein sehr enges. So hat er versucht, die Spieler nicht nur auf dem Platz, sondern auch charakterlich weiterzubringen, Außerdem hat er Dinge von anderen Trainern einzubringen. Von den Übungsleitern John Köhler in Rotenburg, Irek Faciejew in Achim und Thomas Corde in Ottersberg hat er sich einiges abgeschaut. Nach all den gemeinsamen Erlebnissen wird Lingener etwas sentimental, wenn er daran denkt, dass heute Abend das Ende gekommen ist. „Es geht für mich und die Mannschaft eine tolle Zeit zu Ende. Ich wünsche mir, dass die Halle noch einmal richtig voll ist, gute Stimmung herrscht und wir möglichst zwei Punkte holen. Mit einem Sieg aufzuhören, wäre besonders schön und ein toller Abschluss“, sinniert Lingener vor seinem Abschied. - jho

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