RSV regelt Zuständigkeiten neu / Abdoul Bouba erhält mehr Verantwortung als „Co“

Jetzt ist Morad Bounoua der Boss

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Weiterhin Spieler, aber auch Chefcoach: Ex-Profi Morad Bounoua (r., mit Stürmer Güven Ayik) ist nun der Boss. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseMit dieser Beförderung hatte Morad Bounoua gar nicht gerechnet: „Das kam für mich überraschend, aber ich freue mich auf die Aufgabe“, erklärt der 39-Jährige, der erstmals einen Posten als Cheftrainer übernimmt.

Nachdem sein Bruder Jamal Bounoua vor wenigen Tagen als Trainer des Rotenburger SV zurückgetreten war (wir berichteten), war der frühere Erstliga-Profi und marokkanische Nationalspieler davon ausgegangen, dass der bisherige Co-Trainer Abdoul Bouba an die vorderste Stelle rücken würde. „Morad wird der Hauptverantwortliche sein“, verkündete jedoch Thorsten Bruns, der zweite Vorsitzende des Fußball-Oberligisten. Das Debüt lässt allerdings noch auf sich warten, nachdem die Heimpartie gegen den RSV Göttingen abgesagt wurde.

Der bisherige „Co“ bleibt es auch – aber mit mehr Kompetenzen ausgestattet. „Ich hoffe, ich tue Abdoul damit nicht weh, aber es kann nur einen Chef geben. Abdoul wird aber deutlich mehr Verantwortung übernehmen“, betont Bruns und spricht von einer „optimalen Lösung“. Da Morad Bounoua weiter als Spieler auf dem Platz stehen soll, obliegt Bouba vor allem während der Partien das Coaching. „Unter der Woche machen wir das Training gemeinsam“, betont Bounoua, dass er kein Alleinherrscher sein wird. Und er ergänzt: „Wir verstehen uns gut, wir schätzen uns.“

Im Gegensatz zu seinem Bruder hat Morad Bounoua „die Freizeit, die ich brauche, um diesen Job zu machen“ – im Berufsleben ist er quasi dessen rechte Hand im Bereich der Seniorenpflege. Auch in der Trainertätigkeit hatte er letzte Saison und in dieser mehr als nur geholfen. Wobei der frühere Profi (unter anderem Eintracht Frankfurt, Hannover 96, FC St. Pauli) einräumt: „Ich hätte mir gewünscht, dass Jamal geblieben wäre. Und eigentlich wollte ich ja nie Trainer werden.“ Nun kam aber doch alles anders. „Ich mache es, weil ich der Meinung bin, dass wir die Mannschaft nicht im Stich lassen können. Ich werde es wie Jamal mit viel Herz machen – es wird sich also nichts ändern.“

Wohl aber hat sich der zur Verfügung stehende Kader in der Winterpause stark verändert. Für Morad Bounoua nicht unbedingt ein Nachteil. „In der Hinrunde waren wir zu berechenbar. Außerdem hatten wir eine Grüppchenbildung. Diese haben wir gesprengt. Es passt wieder innerhalb der Mannschaft“, ist der neue Boss überzeugt. Und er erklärt zielstrebig: „Wir wollen nicht nur unten rumdümpeln, sondern weiter nach oben klettern und für die nächste Saison eine gute Mannschaft aufbauen – egal, wer dann als Trainer kommt.“ Ob er vielleicht auch selbst als solcher bleibt, ließ Morad Bounoua noch offen.

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