Kreisliga-Aufstieg vertagt

Jetzt hängt Unterstedt in der Warteschleife fest – 1:1

Florian Liszkowski (am Ball) erzielte die Unterstedter Führung und hatte weitere gute Szenen, wie hier gegen Tarmstedts Jan Runow. Letztlich endete die Partie jedoch 1:1 – und eben das könnte für Unterstedt nicht zum Aufstieg reichen. - Foto: Freese

Tarmstedt - Von Matthias Freese. Die Einladung in die Kreisliga lag bereits auf dem Silbertablett – serviert vom TuS Tarmstedt. Doch die Fußballer der SG Unterstedt, Vizemeister der 1. Kreisklasse Süd, verweigerten die Annahme! Weil Theo Kettenburg in der 90. Minute per Strafstoß an Tarmstedt Keeper Kai Börsdamm scheiterte, endete das Aufstiegsspiel beim Zweiten der Nordstaffel 1:1 (1:0). Damit hängt Unterstedt jetzt in der Warteschleife fest und Tarmstedt hält alle Trümpfe in der Hand.

Die Entscheidung fällt am Sonntag – Unterstedt bleibt dabei nur die Rolle des aufgeregten Zuschauers, der an den Fingernägeln knabbert. Es kommt zum letzten Aufstiegsspiel in der Dreier-Relegation. Die Voraussetzungen sind klar: Gastgeber SV Hamersen, Viertletzter der Kreisliga und im ersten Spiel mit 1:2 in Unterstedt unterlegen, ist bereits raus aus dem Rennen, da könnte die Motivation drunter leiden. „Ich hoffe aber auf deren Fairness und dass sie nochmal Gas geben“, meinte Unterstedts Coach Uwe Delventhal. Gewinnt Tarmstedt höher als mit 2:1 (2:0, 3:2, ...) in Hamersen, ist das Fenslau-Team in der Kreisliga. Bei einem 1:0, einem Remis oder einem Sieg für Hamersen geht Unter-stedt hoch. Bei einem 2:1 für Tarmstedt entscheiden die nach den Spielen ausgetragenen Elfmeterschießen.

Apropos Elfmeter: Die waren gestern Abend nicht für die SGU gemacht. Erst blieb die Pfeife von Schiedsrichter Patrick Meyer (FC Rüspel/Weertzen) stumm, als Florian Liszkowski nach einem Konter zwar noch abschloss, aber von Börsdamm umgerempelt wurde (20.), später dann wussten die Gäste nichts damit anzufangen. Der eingewechselte Maximilian Schulwitz hatte einen steilen Ball noch erlaufen und war dabei gegen Börsdamm zu Fall gekommen. Elfmeter? „Ja, vielleicht“, räumte der Schlussmann ein. „Aber man muss den nicht pfeifen.“ Referee Meyer tat es – und Börsdamm sprang beim Schuss von Kettenburg in die rechte, die richtige Ecke und parierte. „Da will ich Theo aber keinen Vorwurf machen. Er war es, der die Verantwortung übernommen hat“, nahm Delventhal seinen Zweitjüngsten im Team in Schutz.

Ohnehin geht das 1:1 vom Spielverlauf in Ordnung. Die anfängliche Drangphase der Gastgeber überstand Unter-stedt ohne Gegentor. Der gut aufgelegte Liszkowski köpfte schließlich nach einem Freistoß von Nisar Atris zum 1:0 ein (32.) – damit wären die Grün-Weißen durch gewesen.

Nach der Pause kam von beiden Teams vor rund 400 Zuschauern offensiv zu wenig. Auch Goalgetter Leon Linke, der extra für dieses Spiel von Otto Kettenburg aus Fehmarn abgeholt worden war, war ziemlich abgemeldet. „Tarmstedt war auch im Mittelfeld teilweise läuferisch stärker“, räumte Delventhal ein. Ärgerlich auch: In der 57. Minute unterlief Liszkowski eine Flanke, die Tarmstedts Kevin Zilke mit der Brust annahm und volley zum 1:1 verwertete. Bei den wenigen Unterstedter Chancen war fortan Kai Börsdamm auf dem Posten – so auch beim Strafstoß. Ob der womöglich verhängnisvoll war, das zeigt sich aber erst am Sonntag.

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