RSV-Reserve macht mit 3:0 bei Bezirksliga-Absteiger VfL Visselhövede großen Schritt Richtung Klassenerhalt

Jens Wingerning hält Niederlage in Grenzen

Visselhövedes Claas Bargfrede (am Ball) vergab im Heimspiel gegen den Rotenburger SV II in der 38. Minute die große Chance zum Ausgleich. Der Ball sprang nur an die Latte, Rotenburgs Keeper Jonas Keusen wäre machtlos gewesen. - Foto: Woelki

Visselhövede - Von Julian Diekmann. Ohne Frage, den arbeitsreichsten Tag hatte eindeutig Jens Wingerning. Erst musste der Keeper des VfL Visselhövede mit der zweiten Mannschaft im Heimspiel der 2. Fußball-Kreisklasse Süd gegen den SV Jeersdorf ran (2:0), nur wenige Minuten nach dem Abpfiff stand er schon wieder im Bezirksliga-Derby gegen die Reserve des Rotenburger SV zwischen den Pfosten. Allerdings hatte er in dem Spiel weniger Fortune – trotz überragender Torhüterleistung. Am Ende verlor Wingerning mit seiner Mannschaft das Nachbarschaftsduell deutlich mit 0:3 (0:1).

„Wir haben die Begegnung mehr als verdient gewonnen, auch in der Höhe geht der Sieg in Ordnung. Ich bin sehr stolz auf meine Spieler, sie haben das richtig klasse gemacht“, freute sich Rotenburgs Trainer Dariusz Sztorc, dessen Elf als Tabellenzehnter einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt gemacht hat, aber vor dem letzten Spiel beim MTV Riede immer noch nicht endgültig dem Relegationsplatz entkommen ist.

Alles andere als gut gelaunt war Morad Bounoua, der Coach des längst abgestiegenen VfL Visselhövede. „Von einem Derby kann nicht die Rede sein. Davon habe ich nichts gesehen. Wir haben überhaupt keine Zweikämpfe geführt. Das hatte mehr etwas von einem Streichelzoo als von einem Fußball-Derby“, ärgerte er sich. „Man hat einfach gemerkt, dass die Luft raus ist.“

Blöde Fehler produzierte sein Team zudem. So rückte die gesamte Mannschaft völlig unnötig weit auf, als nach einem Befreiungsschlag der Gäste Patrick Werna am schnellsten schaltete und frei aufs Tor der Gastgeber zulief (16.). Er umspielte den machtlosen Wingerning und schob zur Führung ein. Als Kay Slominski einen Freistoß zum 2:0 direkt verwandelte, war das Spiel gelaufen (67.). Den Schlusspunkt in der einseitigen Partie setzte Marvin Meyer per sehenswertem Fernschuss (71.). Bounoua zeigte sich als fairer Verlierer. „Glückwunsch an Rotenburg. Ich freue mich, dass sie auf einem guten Weg sind, den Klassenerhalt noch perfekt zu machen.

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