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Miesner gibt sein Amt bei Rotenburgs Handballerinnen überraschend ab

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Von: Jürgen Prütt

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Jens Miesner steht mit verschränkten Armen in der Sporthalle.
Jens Miesner verlässt den TuS Rotenburg. Der Verein sucht einen Nachfolger. © Freese

Nach dem verpassten Landesliga-Aufstieg verlässt Jens Miesner die Damen des TuS Rotenburg. Nun beginnt die Nachfolgesuche.

Rotenburg – Die Handballerinnen des TuS Rotenburg müssen sich zur kommenden Saison einen neuen Trainer suchen: Nach elf Jahren gibt Jens Miesner sein Amt beim Club von der Wümme ab. Mit dem Abgang des 48-Jährigen endet beim zukünftigen Regionsoberligisten eine Ära.

„Wir haben uns nach der Saison noch einmal zusammengesetzt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass beiden Seiten nach der langen Zeit eine Veränderung guttut“, bestätigt Jens Miesner auf Nachfrage unserer Zeitung seinen Ausstieg. Für den B-Lizenz-Inhaber und sein Team war die vergangene Spielzeit in der Landesklasse eine verpatzte. Mit der Vorgabe „Aufstieg“ gestartet, reichte es nicht einmal für die Aufstiegsrunde. Platz eins in den Platzierungsspielen war da nur ein schwacher Trost. Da die Landesklassen auf Betreiben des Handball-Verbandes Niedersachsen (HVN) in diesem Sommer aufgelöst werden, müssen die Rotenburgerinnen in der kommenden Spielzeit in der Regionsoberliga antreten. Nach einem Gespräch zwischen der Mannschaft und Miesner fühlte sich der Coach bestätigt. „Es ist an der Zeit, dass das Team einen neuen Trainerstil kennenlernt, vieles hat sich doch eingeschliffen“, erläutert Jens Miesner. Auch bei ihm sei der Akku „irgendwie leer“.

Dämpfer zum Saisonauftakt

Vor fünf Jahren hätte er bereits einmal über einen Ausstieg nachgedacht, bei einer Trainerfortbildung dann aber neue Motivation geschöpft. In der Saison 2020/2021 absolvierte der TuS Rotenburg aufgrund der Corona-Pandemie ganze zwei Spiele. Nach Siegen bei der HSG Phoenix (25:21) und gegen den VfL Stade II (27:18) führten die Wümmestädter die Tabelle beim Abbruch der Saison an.

Beim Re-Start bekamen die Rotenburgerinnen gleich zu Beginn der Serie 2021/2022 mit dem 24:30 bei der HSG Bruchhausen-Vilsen einen Dämpfer verpasst. Am Ende der Vorrunde stand für Miesner und seine Crew Platz sieben. Der Traum vom Aufstieg war geplatzt. Hinter den Kulissen muss sich der Handballvorstand des TuS Rotenburg um seinen neuen Abteilungsleiter Michael Polworth nun Gedanken um eine Nachfolgelösung machen. Der langjährige Teammanager der Rotenburger Männer malte bei seinem Amtsantritt im Februar das Bild von einem „Ideen-Parkhaus“, das er im Kopf habe. Eine dieser Ideen ist für die Nachfolge von Jens Miesner nun gefragt. Dass die Trennung zu einem ungünstigen Zeitpunkt erfolgt, ist dem scheidenden Coach bewusst. „Der Trainermarkt ist ohnehin ziemlich leer gefegt. Man muss schon etwas Glück haben, will man noch einen qualifizierten Nachfolger finden.“

Miesner nach Entscheidung „befreit“

Der Abstieg dürfte es nicht einfacher machen. Miesner selber zeigt sich durchaus offen für eine neue Aufgabe. Männer, Frauen oder auch Jugend – grundsätzlich wäre alles denkbar. Ein wenig sei er nach der Entscheidung auch „befreit“, erklärte der Coach. „Solch eine Entscheidung setzt ja auch neue Motivation frei. Ich lasse mich überraschen, was auf mich zukommt und wo ich in Zukunft vielleicht neue Impulse setzen kann.“ Die Trennung von den Frauen des TuS Rotenburg sei einvernehmlich erfolgt, betont der Rotenburger.

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