Kapitän Henning Schwardt über flatternde Nerven, Fehler und die Folgen im Falle eines Abstiegs der RSV-Reserve

„Jeder muss sich an die eigene Nase fassen“

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Klare Worte: Kapitän Henning Schwardt. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseDie Zukunft in der Fußball-Bezirksliga steht auf dem Spiel! Direkter Abstieg, Relegation oder Klassenerhalt? Das entscheidet sich morgen (17 Uhr) für die Reserve des Rotenburger SV. Um sicher drin zu bleiben, muss sie auf dem Nebenplatz des Ahe-Stadions gegen den Mitkonkurrenten TSV Ottersberg II gewinnen. Wir sprachen vorher mit Kapitän Henning Schwardt.

Flattern die Nerven schon vor dem Saisonfinale?

Henning Schwardt:Bei mir persönlich nicht. Natürlich hätten wir gut auf die Konstellation verzichten können, aber ich freue mich trotzdem. Das sind doch die Spiele, an die man sich später erinnert. Und ich bin überzeugt: Wir schaffen es.

Was macht Sie optimistisch?

Schwardt:In den letzten Jahren haben wir es immer hingekriegt, wenn wir in Situationen waren, wo wir unbedingt mussten. Sollten wir aber runtergehen, hätten wir es auch nicht anders verdient.

Sie waren schon fast gesichert. Was lief eigentlich in den letzten Wochen falsch?

Schwardt:Entscheidend waren die Fehler im Spielaufbau. Wir haben unnormal viele Tore für die Gegner aufgelegt – in jedem Spiel. Das hat auch etwas damit zu tun, inwieweit man Selbstvertrauen und Sicherheit hat, da flatterten die Nerven dann schon mal.

Also lag es gar nicht an der eigenen Offensive?

Schwardt:Im vorderen Bereich haben wir zu wenig zwingende Aktionen herausgespielt. Und wenn, wurden sie nicht genutzt. Letztlich muss sich aber jeder einzelne an die eigene Nase fassen. Jeder hat seinen Teil dazu beigetragen, dass wir jetzt da stehen.

Wie fatal wäre ein Abstieg? Hätte er Auswirkungen?

Schwardt:Ich glaube nicht. Ich denke, die Mannschaft würde trotzdem so zusammenbleiben und nicht auseinanderfallen. Ich hoffe, dass alle Manns genug wären, um das wieder auszubügeln.

Sie spielen als einziges Team noch ganz klassisch mit Dariusz Sztorc als Libero. Ist das nicht überholt?

Schwardt:Ich zitiere mal Otto Rehhagel: „Modern ist, wenn man gewinnt.“ Wenn wir das Liberosystem vernünftig spielen, sehe ich das nicht als Nachteil an. Im Gegenteil: Viele Mannschaften kommen mit unserem System nicht klar. Konzentrations- und Abspielfehler würden bei der Viererkette außerdem schneller bestraft. Auch wenn „Darek“ in die Jahre kommt, können wir noch unheimlich von ihm partizipieren. Er gibt uns eine gewisse Sicherheit. Dass es endlich ist, ist auch klar.

Was muss sich denn dann künftig ändern?

Schwardt:Es würde helfen, wenn wir endlich mehr Konstanz reinkriegen und in jedem Spiel an die Leistungsgrenze gehen. Da setzt zu schnell die Selbstzufriedenheit ein.

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