Jeddingens Stürmer knackt die 30-Tore-Marke / „Gut fürs Selbstvertrauen“

Peacock lässt es krachen – und zahlt die dritte Halbzeit

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Ob als Lkw-Fahrer auf der Autobahn oder als Stürmer in den gegnerischen Strafräumen: Der Jeddinger Jeffrey Peacock ist ständig auf Achse.

Jeddingen - Dass er möglicherweise nicht ganz so günstig aus der Nummer herauskommen würde, hatten ihm seine Mitspieler in weiser Voraussicht schon in der Halbzeitpause gesteckt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jeffrey Peacock sein Torekonto in der 1. Fußball-Kreisklasse bereits mit vier Treffern auf 28 aufgestockt. Bei 30, so die Ansage in der Kabine des MTV Jeddingen, sei ein Kasten Bier für das Team fällig. Am Ende der Partie waren es sogar 31 Tore – stattliche sieben davon erzielte der Stürmer beim jüngsten 13:0-Erfolg gegen den TuS Hellwege.

„Das passiert wirklich nicht alle Tage“, kommentierte Peacock seine Glanzleistung. „In der Jugend vielleicht, aber im Herrenbereich ist mir das noch nie geglückt.“

Zwar sei es am wichtigsten, wenn die Mannschaft gewinne, als echter Torjäger würde er aber auch hin und wieder einen Blick auf die Statistik werfen: „Das ist gut fürs Selbstvertrauen.“

Und daran mangelt es dem 33-jährigen Führungsspieler im Moment wirklich nicht, wie ein Blick auf das vergangene Spiel zeigt. Drei der sieben Treffer erzielte er mit dem schwächeren linken Fuß – eine starke Quote für einen Rechtsfuß. „Er ist eben ein klassischer Strafraumspieler, der sich gut bewegt und immer an der richtigen Stelle steht“, weiß sein Trainer Joachim Kroll um die Qualitäten seines Goalgetters. Ob als Lkw-Fahrer auf der Autobahn oder als Stürmer in den gegnerischen Strafräumen: Jeffrey Peacock ist ständig auf Achse.

Dabei, räumt Peacock selbstkritisch ein, könne er an seiner Kondition durchaus noch arbeiten – genau wie an seiner Effizienz. „Ich lasse viele Chancen liegen, weil ich teilweise nicht abgeklärt genug bin. Und manchmal wäre es sicherlich besser, wenn ich im richtigen Moment den Querpass spielen würde.“

Das hört sich bei 31 Treffern ein bisschen nach einer Kampfansage an die gegnerischen Abwehrreihen an. Und ganz seinem Stürmernaturell entsprechend zeigt sich Jeffrey Peacock auch offensiv, was die nahe sportliche Zukunft angeht. „Klar würde mich die Kreisliga reizen. Es wäre doch Quatsch, jetzt nicht ganz oben bleiben zu wollen.“ Denn dort hat es sich der MTV Jeddingen nach einem etwas holperigen Start in die Saison ganz bequem gemacht, sehr zur Freude von Coach Kroll: „Unser Ziel war es, unter die ersten Fünf zu kommen, das sollten wir schaffen. In den nächsten Wochen schauen wir mal, wo die Reise noch hingehen könnte. Mit einem möglichen Aufstieg habe ich mich aber noch nicht befasst.“ Mit einem Jeffrey Peacock in Gala-Form dürfte das Thema Kreisliga allerdings recht schnell brandaktuell werden.

Übrigens: Beim nächsten Spiel wird Peacock seiner 30-Tore-Verpflichtung nachkommen und für die Getränke in der dritten Halbzeit sorgen.

lka

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