Jeddingens Goalgetter Eugen Maier über seine Rolle, die Hinrunde und seine Schnelligkeit

„Nach unten schaue ich nicht“

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Eugen Maier (vorne) spielt beim MTV Jeddingen eine ganz zentrale Rolle.

Jeddingen - Von Vincent Wuttke. Der MTV Jeddingen hat in der Fußball-Kreisliga einen dünnen Kader. Vor allem im Sturm gibt es kaum Alternativen. Doch mit Eugen Maier verfügt der Aufsteiger über eine Offensivkraft, die zweifellos gehobenes Kreisliga-Niveau mitbringt. Der in dieser Woche 25 Jahre alt gewordene Fliesenleger hat schon sieben Treffer erzielt und einige Vorlagen gegeben.

Erst einmal Glückwunsch zum Geburtstag. Wurde denn auch gefeiert?

Eugen Maier: Nein, nicht wirklich. Freitag musste ich ja auch arbeiten und Sonntag haben wir ein Spiel. Ich bin nur Donnerstag mit der Familie essen gegangen.

Sie sprechen das Heimspiel gegen den TV Sottrum an. Kommen da nicht negative Erinnerungen hoch, das Hinspiel ging 0:8 aus?

Maier: Doch. Es ist gleich am Saisonanfang total blöd gelaufen. Das wird uns auf keinen Fall noch einmal passieren. Trotz Sottrums guter Offensive werden wir nicht so hoch verlieren.

Sondern?

Maier: Ich sage nicht, dass wir das Spiel dominieren werden, aber ich denke, dass beide Teams auf einem Niveau sein werden. Im Hinspiel waren viele Spieler von uns noch sehr unerfahren, da es für sie das erste Kreisliga-Jahr ist. Jetzt haben wir keine Angst mehr, Respekt aber schon.

Im letzten Spiel gegen den FC Alfstedt/Ebersdorf kassierte Ihr Team in der Nachspielzeit zwei Gegentore und verspielte den Sieg. Schmerzt das?

Maier: Das wird man alles am Ende der Saison sehen. Ich hoffe sehr, dass uns diese zwei Punkte nicht noch zum Verhängnis werden.

Jeddingen steht in der Tabelle noch gut da, doch in den letzten fünf Spielen gab es keinen Sieg und vier Unentschieden. Wäre es nicht Zeit, dreifach zu punkten?

Maier: So langsam wäre es tatsächlich gut. Der Abstand zum Relegationsplatz wird schließlich kleiner. Da bringen uns Unentschieden nicht wirklich weiter.

Die Hinrunde ist schon vorbei. Wie lautet Ihr Fazit?

Maier: Ich bin zufrieden, auch wenn noch mehr geht. Ich weiß, dass wir nicht ganz oben mitspielen können, aber im gesicherten Mittelfeld möchte ich am Ende schon stehen. Nach unten schaue ich nicht.

Sie sind mit sieben Treffern und einigen Vorlagen sehr effektiv. Zufrieden?

Maier: Ich muss sagen, dass ich noch besser spielen kann. Ich habe aber auch extrem viel Ehrgeiz und erwarte viel von mir selber.

Und dann werden Sie auch mal laut und meckern …

Maier: Ja, aber ich bin nicht sauer auf meine Teamkollegen, sondern auf mich selber. Nur kommen dann Emotionen hoch und ich vergreife mich auch mal im Ton.

Im Sturm sind Sie nach dem Ausfall von Dennis Jänicke mit Daniel Stephenson die einzigen Angreifer. Lastet eine besondere Verantwortung auf Ihnen?

Maier: Ich weiß, dass wir kein Spiel gewinnen können, wenn wir vorne keine Tore schießen. Aber die anderen Spieler haben genau so viel Verantwortung.

Aufgrund der dünnen Personaldecke im Sturm sind Sie von der Außenbahn ins Zentrum gerückt. Für Sie okay?

Maier: Für mich ist das kein Problem. Ich spiele da, wo ich gebraucht werde, solange ich nicht ins Tor muss.

Die Taktik ist auf Konter ausgerichtet. Sie sind dann oft auf sich allein gestellt.

Maier: Es ist tatsächlich so, dass ich manchmal wenig Unterstützung bekomme, wenn ich geschickt werde. Aber mein Trainer Joachim Kroll sagt immer, dass sie das nicht mit Absicht machen. Ich bin wohl einfach zu schnell für sie (lacht).

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