Jeddingen unterliegt im Pokalfinale Harsefeld mit 1:4, Mittelfeldspielerin verdreht sich das Knie

Vatansevers doppelter Schmerz

Draufgegangen: Karen Prigge (M.) und Lara Uhrhammer (r.) attackieren Harsefelds Christina Heinzel.
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Draufgegangen: Karen Prigge (M.) und Lara Uhrhammer (r.) attackieren Harsefelds Christina Heinzel.

Jeddingen - Von Matthias Freese. Dieses Mal gab es kein Wunder! Wieder einmal lagen die Bezirksliga-Fußballerinnen des MTV Jeddingen im Endspiel des Bezirkspokals klar im Hintertreffen – wie schon vor zwei Jahren. Doch gestern drehten sie das Ding nicht mehr, sondern unterlagen dem klassenhöheren TuS Harsefeld mit 1:4 (1:3). Damit verpassten die Gastgeberinnen vor 250 Zuschauern ihren vierten Pokaltriumph bei der fünften Finalteilnahme.

Coach Oluwolé Olomu registrierte die Niederlage ziemlich gefasst und resümierte gleich nach dem Abpfiff: „Es war nicht schwer für Harsefeld, an diesem Tag gegen uns zu gewinnen.“ In der Tat war sein Team zu flatterhaft, um gegen den Landesligisten zu bestehen. „Wir waren zu aufgeregt und haben zu spät den Kampf angenommen. Zudem waren die individuellen Fehler in der Abwehr unser Genickbruch. Wir haben denen zu viel Platz gelassen“, nannte der Trainer die Gründe.

Besonders für Mittelfeldakteurin Ramona Vatansever war die Niederlage in doppelter Hinsicht schmerzvoll. Noch vor der Pause wurde sie von ihren Mitspielerinnen Sofia-Una Rock und Pamela Hermann vom Feld getragen, nachdem sie sich bei einem Zweikampf mit Angelika Heller das Knie verdreht hatte und fortan nicht mehr mitwirken konnte (41.). Für sie kam Karen Prigge.

Zu diesem Zeitpunkt hieß es bereits 1:3. Nach zwei Glanztaten von Denise Schloemer gegen Heller und Corinna Melchien (12./13.) war Jeddingens Torfrau beim 0:1 ohne Chance gewesen. Ein Freistoß von Christina Heinzel rauschte in den Winkel (20.). Keine gute Figur machte Schloemer hingegen beim 0:2. Die überragende Melchien nahm einen langen Pass auf und ließ die herauseilende Keeperin an der Strafraumgrenze stehen (26.). Beim 3:0 der Gäste, per Kopfball von Melchien erzielt, war Schloemer mit den Fingerspitzen noch dran (33.). Als dann Jeddingens Pamela Hermann – die Frau mit dem schwarz-blauen Irokesenschnitt – einen steilen Ball aufnahm, sich dynamisch durchsetzte und verkürzte (35.), hatte auch Manager Michael Menzel neue Hoffnung geschöpft. „Das drehen die noch“, war er sicher. „Das ist ja das Schöne in Jeddingen, dass sich Wunder wiederholen.“ Zur Erinnerung: Im Endspiel 2012 hatte Jeddingen mit 1:3 gegen den TSV Stelle hinten gelegen und noch mit 6:4 gewonnen.

Doch daraus wurde nichts, auch wenn Chancen da waren. Allerdings legte Melchien auch schnell nach der Pause das 4:1 für die Gäste nach (51.). Immerhin: Die Moral bei der Olomu-Elf stimmte. Sie stemmte sich weiter gegen die drohende Niederlage, wobei insbesondere Katharina Voigt im Mittelfeld immer wieder etwas versuchte. Sie besaß in der 86. Minute mit einem Lattentreffer auch die beste Chance zur Resultatsverbesserung. Zudem hatte der Coach mit Chiara Pucks und Merle Lüdemann auch weitere frische Leute für die Offensive gebracht.

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