Jeddingen feiert 3:1-Finalsieg gegen Wallhöfen / „Noch nicht das Highlight“

Kupickis Knoten platzt passend zum Pokal-Coup

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Pia Kupicki (l., gegen Wallhöfens Vanessa Bruse) war mit ihren zwei Toren Jeddingens Matchwinnerin.

Jeddingen - Von Matthias Freese. Als noch vier Minuten zu spielen waren, drückte Oluwolé Olomu der einstigen Goalgetterin Kerstin Meyer seinen Autoschlüssel in die Hand. Der Coach des MTV Jeddingen war auf diesen Tag bestens vorbereitet und hatte im Kofferraum Konfetti-Shooter gelagert, die auch tatsächlich zum Einsatz kamen. Mit einem 3:1 (1:0)-Finalerfolg gelang den Bezirksliga-Fußballerinnen auf eigenem Platz gegen den Landesligisten TSV Wallhöfen schließlich zum mittlerweile vierten Mal der Bezirkspokalsieg nach 1996, 2005 und 2012. Das hat noch kein anderes Team geschafft.

Eine strahlte ganz besonders: Für Stürmerin Pia Kupicki war es das erste Mal, dass sie den Pokal in den Händen halten durfte. „Ich war bestimmt schon fünf Mal im Finale“, meinte sie. „Irgendwann musste es ja mal klappen.“ Und die 27-Jährige hatte den wohl größten Anteil daran, dass der „Pott“ jetzt wieder zu Hause, nämlich in Jeddingen, ist. Das 1:0 erzielte sie in der siebten Minute mit dem Fuß, das die Nerven beruhigende 3:1 vor rund 250 Zuschauern in der 85. Minute nach Ecke von Funbi Olomu per Kopf. „In den letzten drei Spielen war ich überhaupt nicht gut, jetzt ist der Knoten geplatzt“, bemerkte Kupicki. „Ich bin total glücklich.“

Zwar hatte Sturmpartnerin Pamela Hermann ebenfalls nach Olomu-Ecke zwischenzeitlich auf 2:0 erhöht (63.), doch musste Jeddingen durchaus noch zittern. Zum einen, weil Wallhöfens quirlige Angreiferin Laura Arndt stets brandgefährlich blieb, zum anderen, weil Anne Fengel nach einem missglückten Rettungs-Querpass von Chiara Pucks der Anschlusstreffer gelang (71.).

„Wir haben aber auch danach an uns geglaubt. Dieses Mal hat vieles geklappt“, schwärmte Coach Oluwolé Olomu hinterher von seinem Team, das vier Landesligisten bezwungen hatte und in dem vor allem Pia Knieper groß aufspielte. Die erst 16-Jährige agierte im zentralen Mittelfeld mit starker Technik und behauptete immer wieder den Ball. „Sie war sehr gut drauf“, befand auch Olomu.

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Mit dem Pokalsieg ist für den Coach das Saisonziel aber längst noch nicht erreicht. „Das ist noch nicht das Highlight“, machte Olomu klar und erinnerte an den ausstehenden Bezirksliga-Titel: „Wir wollen das Double holen.“ Noch drei Spiele stehen in der Liga an – den Auftakt zum Saisonendspurt macht die Partie am Sonntag (17.30 Uhr) beim VfL Wingst. „Wir sind auf einem guten Weg, auch in der Landesliga künftig ein Wörtchen mitzureden“, sagt Olomu optimistisch.

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