Verteidiger zieht nach Hamburg

Jannis Niestädt verlässt den Bremer SV

Jannis Niestädt steht neben seinem Trainer am Spielfeldrand.
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Jannis Niestädt (vorne, hier bei seinem letzten Spiel für den RSV), beendet sein Engagement beim Bremer SV.

Nach nur einem Jahr beim Bremenligisten ist für Jannis Niestädt schon wieder Schluss. Aktuell hat der Verteidiger einige Angebote und noch einen Traum.

Rotenburg – Nach Henner Lohmann verlässt mit Jannis Niestädt der zweite Spieler, der erst im vergangenen Sommer vom Rotenburger SV gekommen war, den Bremer SV. Das bestätigte der 26-jährige Innenverteidiger auf Nachfrage. „Ich werde im Sommer für mein Studium wieder nach Hamburg ziehen. Wir sind deshalb so verblieben, dass es für beide Seiten keinen Sinn macht, denn pendeln möchte ich nicht“, erklärt Niestädt, warum er dem Tabellenzweiten der Bremenliga den Rücken kehrt.

In Hamburg hat er Mitte März das Studium wieder aufgenommen, um nun seinen Master in Sportmarketing zu machen. Das aktuelle Semester findet noch online statt, sodass Niestädt aktuell in Hellwege zusammen mit seinem Bruder Niklas eine WG bildet. Doch schon bald plant er den Umzug in die Metropole. Dort möchte er dann auch möglichst hochklassig spielen. „Es ist ziemlich sicher, dass ich mir in Hamburg etwas suchen werde. Da gibt es ja auch ziemlich viele attraktive Vereine“, sagt Niestädt. Zwar wolle er eine Rückkehr zum Oberligisten Rotenburger SV nicht völlig ausschließen, hält diese aber für „sehr unwahrscheinlich“. Auch andere Angebote aus der Region hat er bereits erhalten – doch die Interessenten dürften sich alle eine Absage abgeholt haben beziehungsweise bekommen.

Zunächst gilt Niestädts Augenmerk ohnehin noch dem Bremer SV, auch wenn die Punktspielrunde abgebrochen worden ist und die Elf von Coach Benjamin Eta wegen des schlechteren Punktequotienten gegenüber dem Brinkumer SV keine Chance mehr auf einen Aufstieg hat. „Meine Gedanken gingen schon dahin, noch mal Regionalliga zu spielen. Schade, dass sich das jetzt zerschlagen hat“, findet der torgefährliche Defensivspezialist, der wegen einer Zerrung nur fünf der acht Spiele (zwei Tore) bestreiten konnte. Allerdings ist der Pokal noch nicht abgesagt worden, so dass dieser Wettbewerb als Ziel für ihn bleibt. Mit Einschränkungen trainiert der Bremer SV deshalb auch zweimal wöchentlich – zu zweit auf einem kleinen Feld, ohne Kontakt und mit maximal zehn Spielern auf dem Sportplatz. Niestädts fester Partner ist übrigens der Unterstedter Maximilian Schulwitz, mit dem er auch gemeinsam zum Training fährt. „Es ist ein großes Privileg, was wir haben – das Training ist zwar ohne Zweikämpfe, aber doch sehr gezielt fußballspezifisch“, sieht Niestädt durchaus einen Sinn darin. Und er bemerkt: „Der Kunstrasen dort hat uns extrem durch den Winter gerettet. Das ist echt eine lohnenswerte Sache.“

Im Blick behält er auch sein sportliches Ziel: „Vielleicht klappt es in Hamburg ja mit der Regionalliga. Ich traue es mir zu und schaue, ob sich da etwas ergibt. Ich bin da aber extrem entspannt“, betont der Hellweger.

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