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Jannes Hädecke: „Es ist nicht so, dass wir unzertrennlich sind“

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Von: Hendrik Denkmann

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Jannes Hädecke steht im Trikot vor dem Wappen von Helvesiek.
Jannes Hädecke hat das blaue durch das grüne Trikot ersetzt. © Krause

Am Sonntag steht die nächste Partie gegen Alfstedt/Ebersdorf an. Zuvor spricht Jannes Hädecke über die Beziehung zu seinem Bruder und den Helvesiek-Wechsel.

Helvesiek – Im Sommer verließ Jannes Hädecke Absteiger SG Westerholz/Hetzwege und schloss sich den Fußballern des SV Grün-Weiß Helvesiek an, die nach Jahren in der 1. Kreisklasse in die Kreisliga aufstiegen. Seit dieser Saison spielt der 28-jährige Außenverteidiger zudem erstmals ohne seinen Zwillingsbruder Jendrik Hädecke in einem Team. Im Interview vor dem Heimspiel gegen den FC Alfstedt/Ebersdorf am Sonntag (15 Uhr) spricht der Scheeßeler unter anderem über seinen Wechsel und die Beziehung zu seinem Bruder.

Herr Hädecke, mal ehrlich: Mögen Sie eigentlich Abstiegskampf?

Ungern, natürlich spiele ich lieber oben mit. Aber ich bin das jetzt ja von Westerholz gewohnt. Ich habe da nun keinen Druck und versuche, Helvesiek ein Stück weit zu helfen, weil es keine einfache Saison ist in diesem Jahr nach dem Aufstieg. Die Kreisliga wird auch immer stärker. Wir wollen aber natürlich die Klasse halten. Das ist das Ziel.

Wieso sind Sie als Ur-Westerholzer zu Helvesiek gewechselt?

Ich bin 2020 am Knie operiert worden, weil ich einen Knorpelschaden hatte und bin dann knapp eineinhalb Jahre raus gewesen, was Fußball anging. Ich möchte gerade jetzt weiterhin so hoch spielen, wie ich persönlich kann. Marvin Bénet ist zudem ein guter Kumpel. Mit ihm habe ich früher auch schon in Westerholz lange zusammen gespielt. Natürlich hat er dann immer mal Anspielungen gemacht. Jetzt hat es sich eben ergeben, dadurch dass Helvesiek aufgestiegen ist.

In Westerholz haben Sie lange mit Ihrem Zwillingsbruder Jendrik zusammengespielt. Wie ist es jetzt ohne ihn?

Da komme ich ganz gut mit zurecht. Wir sind zwar Zwillinge, aber sind damals schon auf getrennte Schulen gegangen. Es ist nicht so, dass wir unzertrennlich sind. Jeder geht so seinen Weg. Aber natürlich ist es ungewohnt, weil man sonst zu Hause immer wen hatte – auch meinen Vater. Der ist ja Torwarttrainer in Westerholz. Da konnte man sich über die Spiele immer austauschen.

Ist es jetzt das erste Mal ohne ihn?

Ja, wir haben beide in Westerholz in der Jugend gespielt. In der E-Jugend haben wir angefangen. Wir sind immer zusammen auf dem Bolzplatz unterwegs gewesen.

Eine Reunion ist also durchaus denkbar?

Na klar, wenn es die Knochen noch mal hergeben. Im Altherren-Bereich zum Beispiel. Er ist ja Rechts- und ich Linksfuß, da kommen wir uns positionstechnisch nicht in die Quere.

Das Ganze in Westerholz?

Ich schließe generell nichts aus. Wenn ich noch mal weggehen sollte von Helvesiek, dann habe ich immer gesagt, dass ich wieder zurück zu Westerholz gehe. Ich bin jetzt 28. Im Herrenbereich bleiben mir noch vier Jahre. Mit 32 kann man dann ja in die Altherren. Ich denke nicht, dass ich großartig über dieses Alter bei den Herren spielen werde.

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