Interview mit Westerholzer Stürmer

Jan Ostenfeld: „Das ist momentan die Realität“

Jan Ostenfeld (l.) wartet auf den Ball, Gianfranco Cusimano bewacht ihn.
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Kann er das Westerholzer Offensivspiel beleben? Jan Ostenfeld (l., hier beim Comeback gegen den Botheler Gianfranco Cusimano) traut sich die Startelf bereits zu.

Jan Ostenfeld ist zurück: Im Interview spricht der lange verletzte Stürmer der SG Westerholz/Hetzwege über die aktuelle Situation beim Kreisligisten.

Westerholz – Jan Ostenfeld hat sich schon mal eingeschossen: Am vergangenen Sonntag half der Goalgetter in der Reserve der SG Westerholz/Hetzwege aus – und traf. Nach seinem Kurz-Comeback in der Fußball-Kreisliga einen Monat zuvor gegen den TuS Bothel dürfte der 34-Jährige nun zu seinem zweiten Saisoneinsatz für die Elf von Ralf Milbrandt kommen. Vor der Heimpartie gegen den TuS Zeven (Sonntag, 15 Uhr) haben wir mit Ostenfeld, der fast zwei Jahre wegen seiner Meniskus-Verletzung und seines Hausbaus gefehlt hatte, gesprochen.

Anfang September gab es das 15-Minuten-Comeback, nun waren Sie zuletzt für die Zweite 90 Minuten im Einsatz. War das der Test, ob es Sonntag für die Startelf reicht?

Mehr oder weniger schon. Ich sage mal, ohne die Zweite schwach reden zu wollen: Für 90 Minuten in der 2. Kreisklasse hat es gereicht. Für die Erste wird die Luft aber noch nicht für 90 Minuten reichen. Da werde ich schon an meine Grenzen kommen.

Aber die Startelf trauen Sie sich zu?

Das auf jeden Fall.

Also haben Sie sich noch nicht in die Reserve zurückgezogen?

Nein. Das war nur, weil die Erste spielfrei und die Zweite Personalmangel hatte. Das war für mich gut, um Spielpraxis zu sammeln und gleichzeitig die Zweite zu unterstützen.

Was macht denn das operierte Knie?

Mit dem Knie ist alles wunderbar, das hält, da habe ich keine Probleme. An der Fitness kann ich natürlich noch arbeiten.

Erst gab es für Ihr Team zwei Siege zum Start, dann drei Niederlage am Stück. Das bedeutet Platz 13 – ist das die Realität für Westerholz/Hetzwege?

Im Moment ist es die Realität. Es ist auch sehr schwierig bei unserer personellen Situation. Bei vielen Leuten steht etwas anderes im Vordergrund, sodass sie sonntags auch mal nicht da sind.

Ist das der Hauptgrund? Es gibt ja auch immer wieder einige Verletzte ...

Ja, das auch. Aber die Trainingsbeteiligung ist meiner Meinung nach schwach für eine erste Mannschaft. Das hatten wir so vor zwei Jahren noch nicht. Ich habe auch keine Ahnung, woran das liegt. Ich habe mal ein bisschen reingehorcht und denke, dass durch die Corona-Pause viele mittlerweile andere Sachen mehr in den Vordergrund stellen. Wenn die Mannschaft dann nicht 100-prozentig fit ist, wird es schwierig, in der Kreisliga mitzuhalten. Eigentlich haben wir ja einen großen Kader, aber trotzdem kaum Leute zur Verfügung. Das ist dann auch schwierig für den Trainer.

Also läuft es auf die Abstiegsrunde hinaus?

Ich mag das gar nicht sagen, aber wenn sich da nicht was ändert, muss man das so sehen.

In den letzten Jahren ist der Eindruck entstanden, dass Westerholz zu gut für die 1. Kreisklasse, aber nicht gut genug für die Kreisliga ist. Teilen sie den Eindruck?

Ja, das sehe ich auch so. Wir haben ja eine starke Mannschaft, aber wenn nicht alle 100 Prozent geben, ist das für die Kreisliga zu wenig, das muss man ehrlich so sehen. In der Kreisklasse haben die Jungs Spaß, weil sie sehen, dass sie auch mal locker die Spiele gewinnen.

Sie selbst haben meist als Stürmer agiert, bei Ihrem Comeback gegen Bothel aber im Mittelfeld gespielt. Ist das Ihre neue Rolle?

Das war für mich auch überraschend. Normalerweise ist meine Position der Sturm, da sehe ich mich auch und nicht unbedingt hinter den Spitzen wie gegen Bothel.

Mit Zeven ist jetzt ein Team zu Gast, das für die Aufstiegsrunde plant und sich nicht hinten reinstellt. Kommt Ihnen so ein Gegner eher entgegen?

Ja. Eigentlich sind das Spiele, die uns mehr liegen, wo der Gegner das Spiel macht und wir lauern können.

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