Kreisliga-Interview

Jan-Lüder Behrens: „Für 90 Minuten reicht es noch nicht“

Jan-Lüder Behrens (r.) im Zweikampf.
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Auf dem Weg zurück zu alter Stärke: Jan-Lüder Behrens (r.) hat die ersten beiden Kurzeinsätze für die SG Westerholz/Hetzwege absolviert.

Etwas mehr als ein Jahr musste Jan-Lüder Behrens von der SG Westerholz/Hetzwege wegen seines zweiten Kreuzbandrisses pausieren. Nach seinen ersten beiden Kurzeinsätzen haben wir mal bei ihm nachgefragt.

Westerholz – Wenn es überhaupt einen guten Zeitpunkt für eine langwierige Verletzung gibt, dann hat Jan-Lüder Behrens ihn wohl erwischt. „So viele Spiele habe ich durch Corona gar nicht verpasst“, sagt der langjährige Leistungsträger des Fußball-Kreisligisten SG Westerholz/Hetzwege, der sich im Oktober 2020 das vordere Kreuzband im linken Knie gerissen hatte und nun seine ersten beiden Kurzeinsätze hinter sich hat. Zum Beginn der Abstiegsrunde will der 30-Jährige möglichst wieder von Anfang an auf dem Platz stehen, dann soll er das Team als „Leader“ zum Klassenerhalt führen.

Ihr Team hat das Ticket für die Abstiegsrunde jetzt fest gebucht. Sie sind ein paar Wochen zu spät fit geworden, wie es scheint, oder?

Richtig fit bin ich ja immer noch nicht. Ich will mich langsam herantasten, für 90 Minuten reicht es aber noch nicht. Dafür fehlt mir eine richtige Vorbereitung. Das ist ja immer schwierig, wenn man mitten in der Saison einsteigt. Weil wir so viele Verletzte haben, haben wir ja auch gehofft, dass die letzten Spiele noch ausfallen.

Was macht denn das Knie mittlerweile?

Es fühlt sich generell noch anders an, nach dem Sport merkt man es auch, aber es wird nicht dick. Ich kann also trotzdem Sport machen. Vor ein paar Jahren hatte ich das ja schon im rechten Knie. Jetzt habe ich beide Kreuzbänder neu, da kann eigentlich nichts mehr passieren.

Wie geht Ihr Team die letzten drei Spiele bis zur Winterpause an. Fehlt vielleicht die Motivation, weil die Aufstiegsrunde auch rechnerisch nicht mehr erreicht werden kann?

Nein, das glaube ich überhaupt nicht. Die, die fit und beim Training sind, haben alle Lust. Da ist keiner dabei, der aufgibt.

Zumal jeder Punkt mit in die Abstiegsrunde genommen wird. Glauben Sie, dass Ihr Team dort den Abstieg verhindern wird?

Ich muss sagen, ich habe schon seit mehreren Wochen nicht mehr auf die Tabelle geguckt, aber ich gehe davon aus, dass es ein Hauen und Stechen geben wird – vielleicht bis auf den TSV Gnarrenburg, der sich möglicherweise schon aufgegeben hat. Wenn alle bei uns wieder fit sind, habe ich aber keine Bedenken, dass wir es nicht schaffen sollten. Bis dahin gilt es, noch so viele Punkte wie möglich zu holen. Auch gegen den Tabellenführer FC Alfstedt/Ebersdorf war ja ein Punkt zuletzt locker drin.

Woran liegt es eigentlich Ihrer Meinung nach, dass Ihr Team unten mit drinhängt – allein an der Verletztenmisere?

Das ist auf jeden Fall ein Hauptgrund. Und dann kommt die nicht optimale Trainingsbeteiligung dazu.

Mittlerweile sind Sie 30 Jahre alt. Welche Ambitionen haben Sie noch selbst?

Ich möchte mit Westerholz in der Kreisliga bleiben. Ein Vereinswechsel kommt für mich jedenfalls nicht mehr infrage.

Sie sind Landwirt – wie lässt sich das überhaupt mit dem Fußball verbinden?

Ja, ich bin zu Hause in den elterlichen Betrieb eingestiegen. Wenn Erntezeit ist, muss ich schon mal das Training ausfallen lassen, aber zum Spiel schaue ich dann schon, dass es auch klappt. Vor ein paar Jahren habe ich für Fußball noch alles stehen und liegen gelassen. Aber mittlerweile denkt man da schon etwas anders drüber, wenn man eine Verantwortung im Betrieb hat.

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