Ein Jahr nach der Kopfstoß-Attacke: Siwan Bezek blickt zurück

„Das ist mir eine Lehre“

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Siwan Bezek hat seine einjährige Sperre „abgesessen“: Nun steht der 23-Jährige für den TV Hassendorf in der 2. Fußball-Kreisklasse auf dem Platz.

Hassendorf - Von Mareike Ludwig. 365 Tage ohne Fußball – Für Siwan Bezek war es eine „richtig harte Zeit“. Der 23-Jährige hatte Anfang vergangener Saison im Kreisliga-Punktspiel zwischen seinem damaligen Verein TV Sottrum und dem TuS Fintel für seinen Kopfstoß gegen Florian Holsten die Höchststrafe vom Kreissportgericht erhalten. Die zwölfmonatige Sperre ist nun abgelaufen. Vergangenes Wochenende stand der Mittelfeldmann erstmals für den TV Hassendorf (2. Kreisklasse) auf dem Platz. Im Interview blickt er noch einmal zurück und spricht über die Schlüsse, die er aus seiner „dummen Aktion“ gezogen hat.

Herr Bezek, Sie durften ein Jahr lang kein Fußball spielen. Wie schlimm war die Zeit?

Siwan Bezek: Das war eine richtig harte Zeit. Es war so schlimm, bei meinen Freunden nur zugucken und selbst nicht spielen zu dürfen. Das hat mich echt verrückt gemacht.

Die Sperre hatten Sie sich aber selbst zuzuschreiben.

Bezek: Das stimmt. Es war eine richtig dumme Aktion von mir. Zwar wurde ich zuvor auch richtig hart beleidigt, dennoch darf ich natürlich nicht so überreagieren. Daher war es richtig, dass ich gesperrt wurde.

Was ziehen Sie für Schlüsse aus der Aktion?

Bezek: Daraus habe ich auf jeden Fall gelernt. Ich bin viel ruhiger geworden. Ich werde mich definitiv nicht noch mal provozieren lassen. Es spielt auch keine Rolle, was zuvor auf dem Platz passiert ist. Die Strafe ist mir eine Lehre und hat mir die Augen geöffnet.

Würden Sie jetzt – mit einem Jahr Abstand – sagen, dass die Höhe der Strafe gerechtfertigt war?

Bezek: Die Strafe war schon heftig. Ich bin der Meinung, dass sechs Monate auch gereicht hätten. Ich hatte meinen Fehler noch am selben Tag eingeräumt und mich gleich bei meinem Gegenspieler Florian Holsten entschuldigt. Jetzt habe ich die Sperre aber endlich hinter mir und bin umso glücklicher.

Sie haben dem TV Sottrum kurze Zeit später den Rücken gekehrt. Warum?

Bezek: Natürlich konnte ich verstehen, dass die Mannschaft und der Vorstand sauer auf mich waren. Ich war aber schon etwas enttäuscht, dass ich keinen Rückhalt bekommen habe. Daher hatte ich mich dann entschieden, zu meinem Heimatverein TV Hassendorf zu wechseln.

Ist das Thema denn für Sie mittlerweile abgehakt?

Bezek: Ja, mittlerweile schon. In der Anfangszeit hatte ich noch viel mit meiner Familie darüber gesprochen. Vor allem mein Vater und meine Brüder waren richtig sauer auf mich.

Vergangenes Wochenende war es so weit: Sie durften das erste Mal wieder auf dem Platz stehen. Was war das für ein Gefühl?

Bezek: Ich war im Vorfeld total aufgeregt und heiß auf das Spiel. Kurz vor dem Anstoß war ich sehr nervös. Danach hat es sich aber zum Glück gelegt.

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