RSV bezwingt Celle souverän mit 3:0

Jager nutzt Schwalbe

ES DARF GEJUBELT werden: Kai Jager lässt sich nach seinem 3:0 vom gesperrten Andy Kiel, dem überragenden Tim Ebersbach und Tobias Delventhal (v.r.) feiern.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseROTENBURG. Für die kurioseste Szene des Spiels sorgte Referee Etienne Fromme (VSK Osterholz-Scharmbeck). Weil er in der Pause seine Rote Karte in der Kabine vergessen hatte, musste Jörg Matthies, Betreuer des Rotenburger SV, diese im Laufschritt holen.

Zwar benötigte der Unparteiische den Roten Karton letztlich nicht, doch sicher ist halt sicher. Für den RSV war das nur eine Randnotiz, für ihn zählten gestern im Nachholspiel der Fußball-Bezirksoberliga gegen den TuS Celle FC nur die drei Punkte – und die wurden mit einem hochverdienten 3:0 (2:0) souverän eingefahren.

„Besser kann man nicht in die Rückrunde starten. Vor zwei Wochen hätte doch keiner erwartet, dass wir mit drei Siegen aus der Winterpause kommen“, bemerkte RSV-Mittelfeldspieler Sebastian Harth. Wie viele seiner Mitspieler war er nach dem dritten Spiel in sieben Tagen mit den Kräften ziemlich am Ende. Schon zuvor hatte Physiotherapeut Karl-Heinz Schmolke alle Hände voll zu tun gehabt, nach der Partie ebenfalls. Schließlich steht morgen bereits die Partie bei Treubund Lüneburg an. Und das wohl ohne Stürmer René Thiel, der sich bei seinem Tor zum 1:0 eine Oberschenkelzerrung zugezogen hatte (16.). „Das ist ganz bitter“, stöhnte RSV-Coach Detlef Lehmann, war ansonsten aber guter Laune. Schließlich ist das rettende Ufer ganz nahe.

Der Sieg gegen Celle – er hätte sogar noch höher ausfallen können, hätten Johann Belsch (65.), insbesondere Ugur Saatci (73./76./79.) und Patrick Werna (85.) klarste Chancen nach Kontern nicht versiebt. Nach dem einigermaßen beruhigenden 2:0 durch Nikolai Pröhl (37.), der nach einer Faustabwehr von Celles Keeper Eike Mach den Durchblick behielt, war es letztlich Mittelfeldwühler Kai Jager, der das kuriose 3:0 markierte. Werna hatte zuvor Eike Mach attackiert, dieser sich zu einer Schwalbe hinreißen lassen, so dass Jager einlochen durfte (89.).

Übrigens mussten sich die Residenzstädter bei Schiedsrichter Fromme bedanken, dass sie nicht ab der 60. Minute zu zehnt weiterspielen mussten. Nach einem Saatci-Foul beleidigte Celles Abwehrchef Pascal Peschke den Rotenburger Stürmer unüberhörbar („Du bist eine Missgeburt, Alter“), sah dafür aber keine Karte.

Dass die Gäste keine wirklich nennenswerte Chance besaßen, lag vor allem auch an der überragenden RSV-Innenverteidigung mit Norman Heinemann und Nils Pohlner. Noch stärker war jedoch Mittelfeldmotor Tim Ebersbach, der fast jeden Zweikampf suchte und auch gewann.

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