Pokal: Stemmen besiegt RSV-Reserve

Jagas grätscht erfolgreich

Enge Kiste an der Seitenlinie: Rotenburgs Ammar Jaafar (l.) und Borreir Nasir (r.) versuchen, an Simon Erdmann (2.v.l.) und Marvin Schneider vorbeizukommen.
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Enge Kiste an der Seitenlinie: Rotenburgs Ammar Jaafar (l.) und Borreir Nasir (r.) versuchen, an Simon Erdmann (2.v.l.) und Marvin Schneider vorbeizukommen.

Stemmen – Am Ende fehlte nicht viel – und das Kreisliga-Derby in der ersten Runde des Fußball-Kreispokals hätte im Elfmeterschießen entschieden werden müssen. Das wusste auch Heiko Meyer: „Wenn Kacper Jagas diese Monstergrätsche nicht mehr macht, steht es 2:2“, meinte der Trainer des TV Stemmen. Sein eingewechselter Abwehrspieler verhinderte so direkt vor der Torlinie in der 85. Minute den Jubelschrei von Viktor Salzmann, der für den Rotenburger SV II sonst ausgeglichen hätte. So aber zitterte Stemmen den 2:1 (2:0)-Heimsieg über die Zeit.

Rotenburgs Coach Patrik Czichos war dementsprechend enttäuscht: „Die Jungs waren bemüht“, attestierte er seiner erneut zusammengewürfelten Formation. „Aber wir sind noch zu einfach zu verteidigen, weil wir nicht genug Zug zum Tor haben.“ Und da die Wümmestädter sich bei den Gegentoren „krasse individuelle Fehler“ erlaubten, hatte Stemmen lange Zeit leichtes Spiel. Douglas Grun gelang kurz nach seinem Heber an die Latte das 1:0 (17.), Tobias Lehmann überwand den verdutzten Keeper Tobias Mießner mit einem Bogenlampen-Schuss aus 25 Metern (44.). Ein Ergebnis, das gerecht war, denn Stemmen ließ weitere gute Chancen ungenutzt.

Beim RSV versuchte die Erste-Herren-Leihgabe Michel Müller derweil, hinten im Zentrum die Löcher zu stopfen und nach vorne das Spiel anzukurbeln – quasi als Mischung aus Libero und Sechser. Jede Aktion und viele lange Bälle wurden von ihm eingeleitet. Zudem musste der 42-jährige Henning Schwardt als überzeugender Innenverteidiger wieder aushelfen. „Das ist ein Zustand, der bald nicht mehr erträglich und den Jungs nicht mehr zumutbar ist“, beklagte Czichos die anhaltenden Personalprobleme und hob Stürmer Ammar Jaafar hervor: „Er war der Lichtblick.“ So bereitete Jaafar auch das Anschlusstor durch Edis Din vor (75.). „Die letzte Viertelstunde war Rotenburg dominant. Wir hätten das Spiel aber vorher entscheiden müssen“, stellte Meyer fest.

Bereits am Donnerstag treffen sich beide Teams wieder – dann in Rotenburg zum Nachholspiel in der Kreisliga.

Von Matthias Freese

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