Interimscoach übergibt Visselhövede nach 5:1 gegen Dörverden auf Nichtabstiegsplatz / Möhle kommt

Santls Geschenk für die Bounouas

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Stürmer Mariusz Szymanski (am Ball) gehörte gestern beim 5:1 zu den besten Visselhövedern.

Visselhövede - Von Matthias Freese. Bernd Santl kann guten Gewissens in den Trainer-„Ruhestand“ zurückkehren: Nach dem gestrigen 5:1 (2:0)-Heimsieg über das Schlusslicht TSV Dörverden übergibt der Interimscoach die Bezirksliga-Fußballer des VfL Visselhövede auf einem Nichtabstiegsplatz an seine Nachfolger. Und die heißen mit größter Wahrscheinlichkeit Jamal und Morad Bounoua (wir berichteten).

Zehn Punkte gabs in sechs Spielen unter Bernd Santl, die Heidestädter rangieren auf Rang elf. „Das ist okay. Wir sind von unten weg, stehen nicht mehr auf dem Relegationsplatz. Das war unser Ziel“, bemerkte der 44-jährige Ex-Profi erleichtert nach dem Ende seiner Mission. Und er betonte: „Das ist nicht der Verdienst eines Einzelnen.“

Einer seiner vermeintlichen Nachfolger zitterte gestern am Spielfeldrand mit – Morad Bounoua war aus seinem Wohnort Dorfmark rübergekommen. Er soll nach der Winterpause seinem Bruder Jamal als spielender Co-Trainer zur Seite stehen und betonte gestern: „Wir würden es gerne machen.“ Da es die Verantwortlichen des VfL Visselhövede ähnlich sehen, ist davon auszugehen, dass beim abschließenden Treffen morgen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Der Plan für die Rückserie steht aber bereits – das erste Spiel steigt am 1. März beim FC Hambergen. „Sechs Wochen Vorbereitung müssen schon sein“, verrät Morad Bounoua. Neu wird dann übrigens Sascha Möhle dabei sein. Der Stürmer, der auch schon für den Rotenburger SV kurzzeitig gespielt hat, kommt vom SV Horstedt aus der 1. Kreisklasse.

Ein Offensivproblem hatten die Visselhöveder gestern allerdings nicht. Während hinten die Dreierkette zeitweilig doch sehr wackelte, präsentierte sich das Team nach vorne hin spielfreudig und zeigte ein gutes Kombinationsspiel. Nur die Ausbeute hätte besser sein können. „Zur Halbzeit müssen wir mit drei oder vier Toren Unterschied führen“, meinte auch Bernd Santl angesichts der zahlreichen Chancen. Bis zur Pause trafen aber nur Atdhe Haliti nach Freistoß von Mariusz Szymanski (8.) sowie Marco Jorzick nach Querpass von Adam Rosynek (32.).

„Die Niederlage geht absolut in Ordnung, sie war auch in der Höhe verdient. Das war viel zu wenig, um so ein wichtiges Spiel positiv zu bestreiten“, räumte Dörverdens Coach Nils Pohlner ein. Dabei witterte sein Team sogar noch Morgenluft, als Finn Austermann auf 1:2 verkürzte (54.). Die brenzlige Phase beendete jedoch Szymnaski, der nach einem Freistoß von Patrick Peter den Abpraller über die Linie drückte (73.). In der Schlussphase hatte dann Marcel Fischer seinen großen Auftritt: Erst in der 84. Minute eingewechselt, erhöhte der Stürmer mit einem Doppelpack noch auf 5:1 (88./90.+2). „Er ist eine Wundertüte, das freut mich für ihn“, bemerkte Santl.

Und Morad Bounoua? Der sah durchaus Gutes, aber auch Verbesserungsbedarf bei Visselhövede: „Vorne und im Mittelfeld haben sie gute und auch schnelle Spieler. Hinten sind sie etwas langsam, aber das kann man alles erarbeiten, in dem man verschiebt und enger zusammenrückt“, urteilte er und meinte: „Ich freue mich schon auf die Aufgabe.“ Er selbst untermauerte, dass er mit seinen 42 Jahren auf dem Feld noch mitmischen will, auch wenn er vor einem Jahr seine Karriere bei Jahn Schneverdingen eigentlich beendet hatte. „Ich laufe jeden Tag, heute Morgen erst wieder 14 Kilometer“, verriet der frühere Profi.

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