Benjamin Duray begeistert mit Übungen zum Pass- und Zusammenspiel

Intensives Training ohne Kontakt

Klare Ansagen: Benjamin Duray (M.) verlangt den Akteuren des Rotenburger SV einiges ab. Rechts hört Neuzugang Luca Andresen zu. 
Foto: Freese
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Klare Ansagen: Benjamin Duray (M.) verlangt den Akteuren des Rotenburger SV einiges ab. Rechts hört Neuzugang Luca Andresen zu. Foto: Freese

Westerholz – Benjamin Duray hat bewiesen, dass es trotz der Abstandsregeln möglich ist, ein intensives und effektives Fußball-Mannschaftstraining auch ohne Körperkontakt durchzuziehen. Der A-Lizenz-Inhaber bereitete den rund 40 anwesenden Mitgliedern der Trainergemeinschaft Landkreis Rotenburg (TGLR) auf dem Sportplatz des TuS Westerholz einen kurzweiligen Abend mit anspruchsvollen Übungen zum Pass- und Zusammenspiel.

Gut eine halbe Stunde vor Beginn war Duray bereits damit beschäftigt, seinen „bunten“ Trainingsparcours aufzubauen. Auf der Brust seines dunklen Shirts trug er seine Initialen in kyrillischer Schrift – eine Erinnerung an den FC Akhmat Grosny. Für die Tschetschenen hatte er bis zum Herbst als Co-Trainer in Russlands erster Liga gearbeitet. Und wie professionell der 40-jährige Bremervörder an seine Aufgaben geht, bekamen seine Zuschauer zu sehen und seine Probanden zu spüren. Der Rotenburger SV hatte einige Spieler der ersten Herren zusammen mit U 17-Talenten geschickt. Dabei war auch RSV-Neuzugang Luca Andresen (TSV Otterstedt) sowie Testspieler Marcel Riffel (U 19 JFV Verden/Brunsbrock). Duray verlangte den Spielern bei seinen sieben Übungen alles ab, sodass Routinier Björn Mickelat schon vorher warnte: „Jungs, nehmt das ernst! Höchste Konzentration!“ Die war nötig, besonders, als plötzlich ein zweiter Ball ins Spiel kam oder Drucksituationen aufgebaut wurden. „Flach halten, flach halten“, mahnte Duray ebenso wie die Passschärfe an und unterbrach zwischendurch, um zu erklären. Später kam es noch zum Passwettkampf auf Minitore.

„Ich schätze ihn sehr. Er hat eine ziemlich gute Ansage“, war auch Carsten Knaak, zusammen mit Jan Kruse von der JSG Fintau angereist, angetan von Durays Auftritt. Und trotz manch komplexer Übung nahm er durchaus etwas für sich mit: „Natürlich ist es ungleich einfacher, wenn ich 15 Mann habe, die heiß wie Frittenfett sind und auch die Qualität haben. Aber gerade die Passübungen sind jederzeit übertragbar. Nicht auf dem Niveau, aber es geht auch bei der E-Jugend und mit alten Männern“, meinte der erfahrene Jugendtrainer.

Bereits zuvor hatte Duray im Theorieteil einiges erläutert und dabei auch seine Erfahrungen aus China (bei Hebei Fortune) sowie aus Russlands Oberhaus einfließen lassen. Er verwies darauf, dass der „Arbeitsspeicher“ bei Spielern nur funktioniert, „wenn ich relaxt bin. Wenn ich aber Stress habe, wird‘s schwierig. Dann wackelt der eine oder andere.“ Und auch die freien Entscheidungen fallen dann schwieriger.

„Benjamin Duray war überragend und hat eine kompetente Fortbildung geleitet“, lobte Gerd Rathjen, der Vorsitzende der TGLR. Er fiebert bereits der 100. Veranstaltung am 26. Oktober im Rotenburger Rathaus entgegen.

Von Matthias Freese

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