Instandsetzung der Südtribüne nicht mehr vor der Partie gegen Hannover 96 / „Risiko wäre zu groß“

Baustelle Ahe-Stadion

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Tribüne mit Loch: Ein neuer Wurst- und Getränkestand soll möglicherweise noch vor dem 24. Mai eingebaut werden.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Auf der einen Seite flattert das rot-weiße Absperrband, auf der anderen steht ein Bauzaun mitten vor einer großen Lücke. Und hinter dem einen Tor weht das mehrfach eingerissene grüne Werbetuch am maroden Ballfangzaun – das Ahe-Stadion kommt knapp zweieinhalb Wochen vor dem Fußball-Kracher zwischen dem Noch-Oberligisten Rotenburger SV und Erstligist Hannover 96 am 24. Mai wenig einladend, sondern vielmehr als Baustelle daher.

Am 2. Oktober 2014 empfahl der Sportausschuss die Sanierung der maroden Südtribüne – alles in allem rund 180000 Euro wurden daraufhin im Haushaltsplan eingestellt. Ursprünglich hieß es, dass mit einer Fertigstellung bis zum Freundschaftsspiel gegen Hannover 96 zu rechnen sei. Passiert ist bis heute jedoch nichts. Außer, dass die Südtribüne seit Monaten für Zuschauer gesperrt ist. „Benutzung auf eigene Gefahr“ steht dort noch auf den aufgestellten Schildern.

„Die Ausschreibung ist gelaufen, wir haben aber vereinbart, jetzt vor dem Spiel erst gar nicht mit der Baumaßnahme anzufangen, weil das Risiko sonst zu groß gewesen wäre, dass das alles bis zum 24. Mai nicht fertig wird“, erklärte Bürgermeister Andreas Weber auf Nachfrage und begründet die Verzögerung mit einzuhaltenden Fristen bei der Ausschreibung. Ohnehin fehlt auch noch ein wichtiges Bauelement. „Es ist unglücklich gelaufen. Man hätte viel früher anfangen können, aber nun ist es eben so. Da bringt es nichts, den Schuldigen zu suchen“, bemerkt Paul Metternich, Sicherheitsbeauftragter des Rotenburger SV sowie Hauptorganisator des Freundschaftsspiels, ganz gelassen.

Wie Weber versichert, wird die marode Tribüne für diese Partie geöffnet werden. „Die Schilder kommen dann weg und es werden ein paar Ordner mehr in diesem Bereich stehen“, so der Bürgermeister. Wenn Hannover 96 in die Relegation muss, wird das Spiel ohnehin um einige Wochen verschoben und würde vermutlich in der Saisonvorbereitung stattfinden. „Und dann kriegen wir es mit der Tribüne gebacken“, kann Metternich diesem Gedankenspiel durchaus positive Seiten abgewinnen. Erst nach Fertigstellung der Tribüne wird der Ballfangzaun erneuert.

Seit einigen Wochen klafft auch in der überdachten Nordtribüne ein großes Loch an zentraler Stelle – nämlich dort, wo bisher der Getränke- und Wurststand platziert war. Der wurde jedoch aus „Altersgründen“, genauer gesagt aus Sicherheitsgründen und aufgrund von Hygienevorschriften, entfernt. „Die neue Bude kriegen wir möglicherweise bis zum Spiel hin, da gehe ich mal von aus“, ist Paul Metternich guter Dinge. Die Kosten für den so genannten Wirtschaftscontainer plus einem neuen Kassenhäuschen trägt der Verein, rund 33000 Euro muss er hierfür aufbringen, kann aber auch mit Zuschüssen und Sponsoren rechnen.

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