Englische Wurzeln und deutsche Staatsbürgerschaft

Oliver William Dittmer verfolgte das EM-Achtelfinale gegen Deutschland mit seinen Freunden

Oliver Dittmer steht auf dem Sportplatz.
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Oliver Dittmer vom VfL Visselhövede hat englische Wurzeln und die deutsche Staatsbürgerschaft.

Als am Dienstag die Achtelfinalpartie zwischen England und Deutschland anstand, hatte Oliver Dittmer eine kleine Präferenz für eine Nation. Doch für welche?

Visselhövede – Deutschland oder England – für welche Nation hat bei Oliver William Dittmer während der Achtelfinalpartie der Fußball-Europameisterschaft das Herz geschlagen? Der Defensivspieler des Bezirksligisten VfL Visselhövede hatte „durchaus Sympathien für beide“, sagt er. Letztlich habe der 32-Jährige, der englische Wurzeln, aber nur die deutsche Staatsbürgerschaft hat, den Engländern die Daumen etwas fester gedrückt.

Dies ließ sich auch optisch erkennen, witzelt Dittmer: „Ich habe England-Adiletten getragen und wollte damit natürlich die Jungs provozieren.“ Er schaute das Achtelfinale daheim gemeinsam mit seinen Freunden, die wiederum ihr Deutschland-Trikot trugen. Unter ihnen Alexander Bese (ehem. Co-Trainer des RSV II) und Christopher Kiel (Alte Herren beim RSV), die er noch aus gemeinsamen Zeiten an der Wümme kennt.

Sprüchefeuerwerk unter Freunden

„Während des Spiels ist schon der ein oder andere Spruch gefallen. Aber da England ja gewonnen hat, konnte ich am Ende deutlich mehr gegen die Anderen schießen“, freut sich Dittmer. Wenn Deutschland jedoch weitergekommen wäre, „hätte ich mir wiederum was anhören müssen“, weiß er genau. Gegönnt hätte Dittmer, dessen Opa Brite war und dessen Mutter bis zum Brexit ausschließlich die englische Staatsbürgerschaft besaß, es der deutschen Elf dennoch.

Das war nicht immer so. „Zu Zeiten von David Beckham (ehem. englischer Nationalspieler, Anm. d. Redaktion) und Carsten Ramelow (ehem. deutscher Nationalspieler, Anm. d. Redaktion) hat das Herz ausschließlich für England geschlagen “, sagt er.

Das Finale vor Augen

Nun, nach dem Ausscheiden Deutschlands, stellt sich für Dittmer nicht mehr die Frage, für wen er die Daumen drücken soll. „Gegen die Ukraine und auch in einem möglichen Halbfinale sind die Engländer Favorit. Dennoch hat vor allem die Offensive mehr Potenzial, das sie noch nicht so gezeigt hat“, räumt der Innenverteidiger des VfL Visselhövede ein. Das Finale sei aber Pflicht.

Dabei können auch die tausenden Fans im Wembley-Stadion helfen – dort, wo die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate bis auf die kommende Partie alle Spiele austrägt. Kritisch sieht Dittmer die hohe Anzahl an zugelassenen Zuschauer schon: „Ich verstehe nicht, warum man sich von der UEFA nötigen lässt, die Stadien möglichst voll zu bekommen.“

Alles in allem findet Dittmer es „richtig und schön, die eigenen Wurzeln ein wenig zu wahren.

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