„Immer meckern ist einfach“

Neuer Vorsitzender des Kreissportbundes Jörn Leiding im Gespräch

Jörn Leiding für ein Ehrenamt zu begeistern, ist nicht schwer. Der Sottrumer packt lieber an, als zu meckern. - Foto: Holsten
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Jörn Leiding für ein Ehrenamt zu begeistern, ist nicht schwer. Der Sottrumer packt lieber an, als zu meckern.

Sottrum - Von Vincent Wuttke. Immer nur über die Entscheidungsträger zu meckern, ist Jörn Leiding definitiv zu wenig. Seit fast 20 Jahren ist der Vertriebs- und Marketingbereichsleiter der Osterholzer Stadtwerke nun im Vorstand des TV Sottrum aktiv, seit 13 Jahren ist er der erste Vorsitzende. Nun hat der 45-Jährige auch noch das Amt an der Spitze des Kreissportbundes Rotenburg (KSB) übernommen.

Ein entspanntes Wochenende zu Hause verbringen – gehört das nun aufgrund der beiden Spitzenpositionen der Vergangenheit an?

Jörn Leiding: Ich glaube, ich weiß, was auf mich zukommt und denke, dass ich auch weiterhin noch etwas Zeit habe. Es war nicht so, dass mir langweilig war, aber nun wird es das auf jeden Fall nicht mehr.

Weshalb meinen Sie zu wissen, was Sie als KSB-Chef erwartet?

Leiding: Ich durfte schon drei Monate bei Herbert Tietjen (abgetretener Vorsitzender, Anm. der Red.) mitlaufen, um ein Gefühl für die Leute und die Aufgaben zu bekommen.

Das heißt, es stand schon länger fest, dass Sie den Posten übernehmen?

Leiding: Im September oder Oktober saß eines Tages die Personalfindungskommission auf meiner Terrasse. Ab da habe ich mir dann Gedanken gemacht und im Januar endgültig zugesagt.

Sie sind bereits erster Vorsitzender des TV Sottrum. Muss der sich nun einen neuen Mann an der Spitze suchen?

Leiding: Das Gute an einem Ehrenamt ist ja, dass man es jederzeit zurückgeben kann – das habe ich aber nicht vor. Beim TV Sottrum haben wir das Glück, dass wir sehr arbeitsteilig organisiert sind und mir sehr viel abgenommen wird. Ich habe natürlich auch im Vorfeld mit den Vorstandskollegen gesprochen und sie haben gesagt, ich kann das neue Amt sehr gerne antreten, wenn ich dabei bleibe. Das tue ich.

Was treibt Sie an, so viele Aufgaben zu übernehmen?

Leiding: Immer nur zu meckern, ist sehr einfach. Das bin ich aber nicht. Ich will stattdessen anpacken und etwas bewegen.

Wie viel Zeitaufwand muss denn für den KSB-Vorsitz eingeplant werden?

Leiding: Das kann ich pauschal nicht sagen. Es ist ja auch immer die Frage, wie man seine Aufgabe ausfüllen möchte. Mir wurde mal gesagt, es wären jährlich nicht viel mehr als 26 Termine. Das war ganz sicher die Schmalspur-Interpretation. Es werden pro Woche ein paar Stunden Arbeit werden. Aber bei einigen Veranstaltungen war ich in der Vergangenheit sowieso dabei – als Vertreter des TV Sottrum.

Was sind Ihre Aufgaben?

Leiding: Ich sehe mich als Impulsgeber für Veränderungen bei uns. Ich habe dafür zu sorgen, dass die Interessen unserer Vereine in der Sportregion Osterholz-Rotenburg-Verden vertreten werden. Schlussendlich bin ich auch verantwortlich für immerhin drei Mitarbeiter in unserer Geschäftsstelle in Zeven. Darüber hinaus gibt es viele Sitzungen mit dem Vorstand.

Was sind die Themen, die Sie ganz oben auf Ihrem Zettel stehen haben?

Leiding: In diesem Jahr soll eine Satzungsänderung angefertigt werden, damit sie 2019 verabschiedet wird. Unter anderem soll der zurzeit unbesetzte Posten einer Frauenfachwartin abgeschafft werden. Ich will effektiver arbeiten und deshalb eine genaue Aufgabenbeschreibung für jedes Amt erstellen.

Sie haben bei Ihrer Einführung gesagt, Sie seien positiv streitlustig. Können sich Ihre Kollegen also auf viele Diskussionen einstellen?

Leiding: Wenn mir etwas auffällt, spreche ich es an. Aber die Arbeit im KSB soll weiterhin vor allem Spaß machen. Keiner soll zu Sitzungen mit einem schlechtem Gefühl kommen.

Ihr Vorgänger Herbert Tietjen war früher Leichtathlet und Fußballer. Sind Sie auch noch als Sportler aktiv?

Leiding: Ich spiele sehr gerne Badminton. Darüber bin ich damals zum Vorstandsposten in Sottrum gekommen. Ich bin auch immer noch Abteilungsleiter der Sparte. Das läuft nebenbei weiter. Sport zu treiben, ist mir sehr wichtig. So weiß ich, welche Themen diskutiert werden bei den Sportlern. Denn um die geht es am Ende.

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