Stemmen gelingt mit 2:1 in Hamersen der vorzeitige Titelgewinn / „Mehr kann man nicht erwarten“

Illinger lädt zur Meister-Party

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Gelb-Schwarz feiert ausgelassen: Der TV Stemmen grüßt ab sofort als Kreisliga-Meister und startet nächste Saison dann in der Bezirksliga. ·

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseHAMERSEN · Der verfrühte Titelgewinn, verbunden mit dem Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga, und das von Sekt durchtränkte T-Shirt passten Heiko Schreiber gar nicht in den Kram: „Ich habe keine Zeit, ich muss los“, bemerkte der Coach des TV Stemmen, ehe Trainer-Mitstreiter Jair Bentz eine Bierflasche über seinem Kopf entleerte. Die spontane Meisterfeier nach dem 2:1 (1:0)-Sieg beim SV Hamersen war nicht aufzuhalten.

Die Steilvorlage hatte eine Stunde zuvor der SV BW Westervesede mit dem 1:0 gegen Stemmens härtesten Rivalen TSV Gnarrenburg gegeben. Und die Gelb-Schwarzen nutzten sie – wenn auch etwas holprig. In einer keineswegs überzeugenden Partie hatte Simon Erdmann nach einer feinen Kombination das 1:0 für Stemmen unmittelbar vor der Pause erzielt (44.). Hamersen glich jedoch aus, weil die Gäste-Abwehr etwas unsortiert war und Yannik Wichern ungehindert einschießen durfte (59.). Letztlich war es der erkältete Goalgetter Martin Illinger, der die Vorarbeit von Erdmann und Hannes Bellmann in der 84. Minute zum 2:1 über die Linie schob. „Für das Tor hat es ja gereicht“, meinte er, gestand aber auch: „Ich dachte erst, es wäre Abseits gewesen und hatte so gehofft, dass er nicht pfeift.“ In der Tat war es eine knappe Sache, doch Referee Alexander Schmidt pfiff den Treffer nicht weg.

Illinger war damit verantwortlich dafür, dass die Party starten konnte. Vorbereitet waren sie jedenfalls. Gab’s noch erst Wasserduschen, wurden schon kurz darauf die Sektflaschen entkorkt. Auch die Meisterschale aus Pappe fehlte nicht.

Heiko Schreiber, alles andere als ein Feierbiest, versuchte sich in einer nüchternen Analyse: „Wir haben es endlich mal geschafft, uns im richtigen Moment einigermaßen am Riemen zu reißen – auch wenn’s nicht so berauschend war und Hamersen in der zweiten Halbzeit die besseren Möglichkeiten hatte. Aber wir haben gegengehalten und Moral gezeigt.“

In der Halbzeit – so hatte es das Trainer-Trio Heiko Schreiber, Jair Bentz und Jaime Wink beschlossen – war dem Team übrigens mitgeteilt worden, dass Gnarrenburg verloren hatte. „Wir haben gedacht, das würde den Druck nehmen, und wir könnten lockerer aufspielen. Genau das Gegenteil trat ein“, wusste Schreiber.

Doch auf Illinger war wieder Verlass. Sein 17. Saisontreffer war der wohl wichtigste in seinem ersten Jahr für Stemmen. „Das war eine super Saison – mehr kann man nicht erwarten“, meinte er und wurde immer wieder von Manager Claus Gerken geherzt.

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