TuS Fintel gewinnt Nachbarschaftsderby beim TV Stemmen mit 2:0 / Hakan Kezer verletzt raus

Illinger geht „mit schönem Gefühl“

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Arno Holsten (Mitte) versucht hier, an Stemmens Simon Erdmann (l.) vorbeizukommen. Emra Kezer unterstützt ihn dabei. Am Ende hatten die Finteler das bessere Ende für sich. Mit seinem Treffer legte Holsten den Grundstein für den 2:0-Erfolg. ·

Kreis-Rotenburg - Von Mareike LudwigSTEMMEN · Mit tosendem Applaus wurde Martin Illinger eine Minute vor Spielende ausgewechselt. Danach rannte er sofort zu den Zuschauern des TuS Fintel und klatschte jeden einzelnen ab. Dass der Angreifer so herzlich verabschiedet wurde, damit hat der 22-Jährige selbst nicht gerechnet, schließlich trägt er in der kommenden Saison das Trikot des TV Stemmen. Über das Abschiedsgeschenk war Illinger besonders erfreut, denn die Finteler bezwangen seine künftige Mannschaft verdient mit 2:0 (1:0).

„Es war ein richtig schönes Gefühl, dass mir unsere Fans bei meiner Auswechslung so zugejubelt haben. Natürlich hätte ich auch gerne noch mal selbst getroffen, doch ist mir der Sieg viel wichtiger“, zeigte sich Illinger nach der Partie erfreut.

Er hatte auch allen Grund dazu, weil die Finteler von Beginn an mehr Zweikampfstärke bewiesen und das Derby zum Saisonende unbedingt für sich entscheiden wollten. „Das Hinspiel hatten wir 1:3 verloren, daher hatten wir noch eine Rechnung offen“, so Fintels Kapitän Emra Kezer. Diese beglichen sie nun. So war es Arno Holsten, der nach super Vorarbeit von Emra Kezer das 1:0 markierte (23.). Nach der Halbzeit hatte Stemmens Jannik Neumann Glück, dass ihm der Unparteiische Stephan Dankers (TSG Nordholz) nur Gelb zeigte, nachdem er zuvor Hakan Kezer an der Mittellinie unfair von den Beinen geholt hatte. Den Finteler hatte es so schwer erwischt, dass er in die Kabine getragen werden musste. „Ich hoffe, dass es nichts Ernstes ist“, erklärte sein Bruder Emra Kezer. Und Stemmens Manager Claus Gerken fügte hinzu: „Jannik war wahrscheinlich übermotiviert. In der Partie ging es für beide Teams um nichts mehr. So eine Härte gehört hier nicht her. Das Foul war auf jeden Fall rotwürdig.“

In der Folgezeit konnten sich die Gäste bei ihrem Keeper Manuel Delic bedanken, dass die nicht den Ausgleich kassierten. Gleich mehrfach zeichnete sich der 27-Jährige mit starken Paraden aus. Auf der anderen Seite war Schlussmann Helge Witt chancenlos, als Emra Kezer – nach einer mustergültigen Flanke von Illinger – das 2:0 nachlegte (70.). „Ich hätte sicherlich auch selbst schießen können, doch stand Emra einfach besser. Für mich ist es nicht so wichtig, dass ich die Tore mache“, zeigte sich Illinger sehr mannschaftsdienlich.

Gerade aufgrund dieser Charakterstärke fällt es den Fintelern schwer, den bisherigen Goalgetter ziehenzulassen. „Martins Weggang ist ein herber Verlust für uns. Ihn zu kompensieren, wird nicht einfach. Ich hoffe aber, dass wir es irgendwie auffangen können“, meinte Emra Kezer nach dem Schlusspfiff.

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