Stemmens Stürmer trifft beim 4:2-Sieg gegen Bothel drei Mal / Traumtor von Meinke

Illinger dreht das Derby

Stemmens Bjarne Schmidt (l.) gewann nicht nur den Zweikampf gegen Ulrich Keller, sondern auch das Nachbarschaftsderby beim TuS Bothel mit 4:2. - Fotos: Lüdemann

Bothel - Keine Frage: Hinter Nils-Ole Beckmann liegt ein anstrengendes, aber glückliches Wochenende. Der Abwehrspieler des Fußball-Bezirksligisten TV Stemmen hatte gleich zwei Mal Grund zum Jubeln. Erst am Samstag, als ihm seine Verlobte das Ja-Wort gab, und nur wenige Stunden nach seiner Hochzeit, als er mit seinem Herzensclub mit 4:2 (1:2) das Nachbarschaftsderby beim TuS Bothel gewann. „Ich muss Nils-Ole ein großes Kompliment aussprechen. Es ist nicht selbstverständlich, dass er aufgelaufen ist“, freute sich auch Stemmens Trainer Jaime Wink mit dem frischgebackenen Ehemann. Nur die Matchwinner-Rolle blieb ihm verwehrt. Die sackte sich Stürmer Martin Illinger ein.

„Das ist ein richtig gutes Gefühl“, schwärmte Illinger. Und das mit den Gefühlen ist so eine Sache. Die letzten schönen, die Illinger erlebt hat – zumindest auf dem Platz –, liegen schon ein wenig züruck und datieren vom Nikolaustag des vergangenen Jahres. „Damals habe ich mein letztes Tor gegen Bassen geschossen. Wurde ja auch mal wieder Zeit, dass ich treffe“, scherzte der Angreifer.

Weniger zu Scherzen aufgelegt war dagegen Peter Ullrich. „Das war unser erstes Spiel in diesem Jahr, das wir richtig schlecht gespielt haben“, befand der Botheler Trainer. Dabei fing die Partie aus Sicht der Hausherren optimal an. Keine fünf Minuten standen auf der Uhr, da führte Bothel per Traumtor durch Christoph Meinke auch schon mit 1:0. Der Spielgestalter nahm einen verunglückten Pass der Stemmer hinter der Mittelline direkt auf und versenkte den Ball mit einer Portion Glück, Können und Rückenwind aus rund 40 Metern in die Maschen des Tores. „Das war vielleicht das schönste Tor meiner bisherigen Fußballkarriere“, freute sich Meinke. Stemmens Schlussmann Timo Jeschke, der zu weit vor seinem Kasten stand, sah unglücklich aus und musste sich den Treffer ankreiden lassen. Damit aber nicht genug: Nur acht Minuten später erhöhte Cedric Ahrens nach einem Pass von Gianfranco Cusimano aus abseitsverdächtiger Position auf 2:0.

Stemmen brauchte ein wenig, um ins Spiel zu finden. In der 32. Minute war es dann so weit, als ein Traumpass von Douglas Grun den im Strafraum freistehnden Illinger fand. Bothels Ulrich Keller wusste sich nur noch mit einem Foul zu helfen. „Das war ein klarer Elfer. Da darf Uli so nicht hingehen“, wusste auch Ullrich. Stefan Ehrke verwandelte sicher zum Anschluss.

Stemmen hatte nicht nur das Ende der ersten Halbzeit im Griff, auch mit Wiederbeginn diktierten die Gäste das Spielgeschehen – zur Freude von Illinger, der nach einer Hereingabe von Bjarne Schmidt den Ausgleich erzielte (49.). Doch damit gab sich Stemmens Stürmer nicht zufrieden. Diesmal glänzte Hannes Bellmann als Vorbereiter von der anderen Seite (75.). Auch der Schlusspunkt blieb Illinger überlassen. Eine Flanke von Grun auf den langen Pfosten köpfte der Matchwinner aus kürzester Distanz ein. „Ich bin von meinen Jungs positiv überrascht. Sie haben enorme Moral bewiesen“, lobte Wink sein komplettes Team.

Das galt auch insbesondere für Nils-Ole Beckmann, der mit gutem Gewissen die verkürzte Hochzeitsnacht in aller Ruhe und mit drei Punkten im Gepäck nachholen konnte.

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