Idee entsteht im Fitnessstudio

Sportkurse im Freien - Training bei Wind und Wetter

Um Grundübungen wie Liegestütz oder Kniebeugen kommt man bei Christoph Schröder nicht herum. Der Fitnesstrainer setzt aber auch immer wieder auf kreative Einheiten. - Foto: Wuttke
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Um Grundübungen wie Liegestütz oder Kniebeugen kommt man bei Christoph Schröder nicht herum. Der Fitnesstrainer setzt aber auch immer wieder auf kreative Einheiten.

Rotenburg - Von Vincent Wuttke. Für Christoph Schröder beginnt der Tag sehr früh – und sehr sportlich. Jeden Morgen um sechs Uhr macht der Rotenburger ein zwölfminütiges Fitnessprogramm bei sich zu Hause. Der Sport hat es Schröder angetan. Lange Jahre war er als Fußballer beim TuS Hellwege und später bei der SG Unterstedt aktiv. Bis zum vergangenen Sommer trainierte er noch die Reserve aus Unterstedt. Nach dem Aufstieg in die 3. Kreisklasse war aber Schluss. Nun hat er die Sportart gewechselt und widmet sich dem Training der Ausdauer. Zwei Mal wöchentlich bietet der zweifache Familienvater Fitnesskurse an – natürlich im Freien. Und das bei Wind und Wetter.

Am Montagabend steht der Kurs für die fortgeschrittenen Sportler auf dem Programm, am Donnerstag kommen die Anfänger auf ihre Kosten. Auch Privatkurse sind möglich. Schröder achtet darauf, dass nicht mehr als zehn Aktive pro Kurs dabei sind. „Dann kann ich alle wirklich betreuen“, sagt der 36-Jährige. Ein Kurs umfasst zehn Einheiten und kostet 63 Euro. Das ganze Jahr über sind Trainings geplant. Im Januar ging es das erste Mal los. „Einmal in Bewegung merkt man die Kälte auch nicht mehr“, sagt der Trainer.

Das besondere an Schröders Training ist, dass komplett ohne Maschinen geschuftet wird. So werden zum Beispiel für Kraftübungen schwere Äste genommen. Die können optimal für Kniebeugen genutzt werden. Für etwas mehr als eine Stunde geht es auf den Wegen der Kreisstadt umher. Immer wieder wird der Lauf unterbrochen, um Stabilisations- oder Kraftübungen – wie Kniebeugen – zu machen. 

„Ganz oft lasse ich mir spontan mal etwas einfallen, wenn ich am Wegesrand etwas Interessantes sehe, das man einbinden kann“, so Schröder. Er betont auch, dass es in der Gruppe viel mehr Spaß macht als allein. „Da kann man sich viel besser motivieren.“

„Viele Leute machen die Übungen falsch“

Tagsüber, also nach der ersten sportlichen Betätigung am frühen Morgen, ist er Speditionskaufmann und hat Lust, die Begeisterung für Sport weiterzutragen. „Denn wer bis zum Alter von 50 keinen Sport macht, ist eigentlich schon gestorben, aber noch nicht Tod“, sagt der ehemalige Fußballer schmunzelnd. Er spricht aus eigener Erfahrung, denn vor einigen Jahren wog Schröder selbst noch 114 Kilogramm. Nun ist er deutlich fitter.

2015 kam der Sportfan auf die Idee, die C-Lizenz zu machen. Es folgten die B-Lizenz (2016) und die A-Lizenz (2017). Für letztere musste der Rotenburger 120 Stunden als Trainer in einem Fitnessstudio aufweisen. Die absolvierte er in der Kreisstadt dann auch. Genau deshalb ist Schröder auch auf die Idee des Outdoor-Trainings gekommen. In den Krafträumen fühlte sich der Rotenburger nicht wohl. 

„Erstmal gibt es dort keine Betreuung. Viele Leute machen die Übungen falsch. Und dann geht es im Fitnessstudio hauptsächlich darum, seine Produkte zu verkaufen“, so der Frühaufsteher. „Da gibt es doch nicht schöneres, als sich in der Natur mit anderen Leuten auszupowern.“ Dass nicht alle Menschen so früh wie er selbst an Sport denken, merkte Schröder bereits. „Ich hatte mal vor, am Freitagmorgen um sechs Uhr einen Kurs zu machen. Aber da wollten kaum Leute mitmachen“, erklärt Schröder, der pro Woche vier Mal Laufen geht und noch Kursplätze frei hat.

www.fitnesstrainer-rotenburg.de

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