Dimitri Peters spricht im Interview über seinen WM-Triumph

„Ich wusste, dass ich ihn noch kriege“

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Im Moment des Triumphs reckt Dimitri Peters geschafft, aber glücklich, seine Fäuste nach oben. ·

Kreis-Rotenburg - Von Mareike LudwigRIO DE JANEIRO · Er hat den Mund nicht zu voll genommen! Judoka Dimitri Peters (TuS Rotenburg) hat seine Ankündigung wahr gemacht und sich bei den Weltmeisterschaften in Rio de Janeiro sogar gleich zwei Bronzemedaillen (im Eintel und mit dem Team) gesichert. Ob der Unterstedter seinen Triumph bereits realisiert hat und wie er selbst seine Kämpfe wahrgenommen hat, erzählt er im Exklusiv-Interview mit unserer Zeitung.

Herr Peters, Sie haben den entscheidenden Kampf um Bronze gegen den Usbeken Soyib Kurbanov erst kurz vor Schluss gedreht. Haben Sie es überhaupt mitbekommen, dass nur noch vier Sekunden auf der Uhr standen?

Dimitri Peters:Bei jeder Unterbrechung habe ich auf die Zeit geschaut. Ich bin zum Glück nicht nervös geworden und habe mich nicht verrückt gemacht.

Also haben Sie bis zuletzt daran geglaubt, doch noch Bronze zu holen?

Peters:Soyib Kurbanov hat die ganze Zeit nur gelauert und wollte mich auskontern. Ich wusste, dass ich ihn noch kriege, da ich immer aktiver war. Dann habe ich noch mal alles reingeschmissen und ihn gepackt.

Danach kannte die Freude wahrscheinlich keine Grenzen mehr ...

Peters:Das stimmt. Ich bin so glücklich, dass ich bei meiner dritten WM-Teilnahme endlich Edelmetall gewonnen habe. Meine harte Arbeit hat sich ausgezahlt, denn ich habe meine Erwartungen mit zwei Bronzemedaillen sogar übertroffen.

Wäre vielleicht sogar noch mehr drin gewesen? Schließlich haben Sie das Pool-Finale gegen den Niederländer Henk Grol nur knapp durch eine Strafwertung wegen Passivität verloren.

Peters:Der Kampf ist wirklich ärgerlich verlaufen, da Henk Grol keine technische Wertung erzielt hat und nicht viel besser war. Auch ich hatte zwei gute Ansätze, die jedoch nicht gewertet wurden. Der Kampf hätte auch anders ausgehen können. Dennoch war die Entscheidung gerechtfertigt.

Damit war der Traum vom Finale geplatzt. Waren Sie danach sehr geknickt?

Peters:Natürlich war ich erstmal enttäuscht. Ich habe die Niederlage aber zum Glück schnell verarbeitet. Das Team und mein Trainer (Sven Loll, Anm. d. Red.) haben mich wieder aufgebaut und neu motiviert.

Nur einen Tag später standen Sie mit der Nationalmannschaft im Team-Wettbewerb erneut auf der Matte. Waren Ihre Akkus denn überhaupt schon wieder aufgeladen?

Peters:Ich war schon sehr kaputt, da ich viele Einzel über fünf Minuten bestreiten musste. Ich wurde von den Jungs aber mitgezogen und auch die Zuschauer waren fantastisch und haben uns toll unterstützt.

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