„Jetzt schön so weitermachen“

Pia Mankertz ist die beste Vorlagengeberin der Liga

Von den Berliner „Grünschnäbeln“ ließ sich Pia Mankertz (am Ball) nicht aufhalten. Neben 24 Punkten gelangen dem Guard der Hurricanes beeindruckende zwölf Assists. - Foto: Freese
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Von den Berliner „Grünschnäbeln“ ließ sich Pia Mankertz (am Ball) nicht aufhalten. Neben 24 Punkten gelangen dem Guard der Hurricanes beeindruckende zwölf Assists.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Mit ihren 28 Jahren hat Pia Mankertz im Basketball schon so einiges erlebt – und doch gelang dem Guard der Avides Hurricanes beim 93:40-Rekordheimsieg in der zweiten Liga gegen Alba Berlin ein Novum. 24 Punkte und ungewöhnliche zwölf Assists – ein Double-Double im Fachjargon – hatte sie in dieser hohen Spielklasse bisher noch nicht erzielt.

Beim Blick auf ihre Statistik denkt Mankertz als erstes an ihre Mutter Gitta, ebenfalls einst eine erfolgreiche Spielerin und seit Jahren als Trainerin anerkannt. „Sie sagt, ich müsste manchmal egoistischer sein und selbst werfen“, verrät die Kapitänin der Hurricanes. „Aber ich spiele lieber drei gute Pässe, als zehn Punkte mehr zu machen.“ Gegen Berlin war beides möglich. Auch weil der Gegner Mankertz gewähren ließ und kein Mittel gegen sie fand. „Die waren aber auch sehr jung und noch grün hinter den Ohren“, relativiert sie die Ausbeute. „Aber für das Durchschnittsalter war es kein schlechtes Team, da kann etwas entstehen.“

Die langjährige Leistungsträgerin – mit insgesamt 38 Assists in dieser Kategorie die Nummer eins in der Liga und mit aktuell 118 Punkten auch beste deutsche Werferin – war jedoch auch besonders motiviert. Am Wochenende zuvor hatte es die späte Niederlage bei den Bender Baskets Grünberg gegeben. Sie selbst hatte, ebenfalls ein Novum, drei Fouls in 16 Sekunden kassiert. „Das ist total aus dem Gedächtnis gelöscht“, sagt die angehende Grundschullehrerin. Räumt aber doch ein: „Natürlich steckt das in einem drin, wenn es mal in einem Spiel nicht so gelaufen ist, und man nimmt sich vor, es beim nächsten Mal besser zu machen.“ 

Wiedergutmachung gegen Berlin

Gegen Berlin gelang die eindrucksvolle Wiedergutmachung und der Beweis, dass die Hurricanes auch zu Hause ihr wahres Leistungsvermögen aufs Parkett bringen können. Deshalb verliert Mankertz ihr Saisonziel, das Erreichen der Play-offs, auch noch nicht aus den Augen. „Es gab ein, zwei Spiele, die wir nicht hätten verlieren müssen, aber von den Punkten her ist noch alles möglich. Jetzt müssen wir nur schön so weitermachen.“

Wäre da bloß nicht die angespannte Personalsituation. „Es ist schwierig, da etwas in der Woche zu erarbeiten. Ich kann mich an das letzte Training mit zehn Leuten kaum erinnern“, meint Mankertz. „Aber da kann keiner etwas für. Wo sollen wir die Spielerinnen denn auch hernehmen? Wir versuchen deshalb schon ab und zu im Training gegen die Herren zu spielen.“ Und auch die können sie nicht immer stoppen.

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