Kreisliga-Interview

Aziz Arnavutoglu: „Ich laufe nicht weniger als die jungen Hüpfer“

Aziz Arnavutoglu läuft über den Sportplatz und schaut nach unten.
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Hat alles im Blick: Der Vize-Kapitän und Routinier der RSV-Reserve, Aziz Arnavutoglu – hier beim Kreispokalspiel in Tarmstedt.

Aziz Arnavutoglu spricht im Interview unter anderem über die Musik in der Kabine und das Verhältnis zu den zahlreichen jungen Spielern der RSV-Reserve.

Rotenburg – Mit seinen 33 Jahren ist Aziz Arnavutoglu der Zweitälteste aus der Mannschaft des Fußball-Kreisligisten Rotenburger SV II. Ihm persönlich macht die große Altersspanne nichts aus, wie er im Interview verrät. Vor der Heimpartie gegen den MTV Hesedorf (Sonntag, 15 Uhr) spricht er zudem über die Bedeutung seiner Frau und was in der Kabine bei Trainingseinheiten und Spielen so für Musik läuft.

Herr Arnavutoglu, wie ist es für Sie als Routinier zwischen all den jungen Spielern in der Mannschaft?

Zunächst einmal möchte ich meiner Frau danken, dass sie mir den Rücken mit den drei Kindern freihält. Sonst wäre es wirklich schwer, zum Training und zu den Spielen zu kommen. Mit den jungen Spielern in der Mannschaft läuft es aber gut. Tatsächlich ist die Altersspanne ja schon sehr groß zwischen mir und mehr als der Hälfte der Mannschaft, aber es ist jetzt nicht so, dass ich mich dann auch quasi so alt fühle, wie es dann auf dem Platz ist. Da laufe ich jetzt also nicht weniger als die jungen Hüpfer. Eigentlich ist es genau richtig, weil so schrauben sie den Altersschnitt nach unten. Ich fühle mich beim Training nicht wie der 33-Jährige, sondern sehe mich, vor allem was das Läuferische betrifft, auf Augenhöhe.

Und in der Kabine begegnen Sie sich auch auf Augenhöhe. Was läuft da denn eigentlich an Musik?

Das stimmt. Bei der Musik ist es sehr, sehr unterschiedlich. Michel Müller versucht, seinen Schlager-Hype das eine oder andere Mal durchzudrücken. Die jungen Leute hören das teilweise auch sehr gerne, aber sonst läuft auch viel R ´n ´B, ein bisschen Hip-Hop. Jetzt in letzter Zeit ist es aber mehr der Schlager-Hype. Ganz hoch im Rennen sind die Flippers oder wie sie heißen. Da stehen die Jungs nämlich total drauf – ich weiß auch nicht warum.

Können Sie da überhaupt mitreden oder versuchen Sie, eher schnellstmöglich auf den Platz zu kommen?

Wenn ich Bock auf bestimmte Musik habe, dann sage ich das und die Jungs machen das auch an, aber sonst lasse ich denen freien Lauf. Ich kann mir die Schlagermusik anhören, das ist nicht so ganz dramatisch. Es macht ja auch gute Laune, sagen wir es mal so. Schlager ist dazu da, um ein bisschen gute Laune zu verbreiten, und so ist es ja auch.

Sie haben unter anderem in Ottersberg bereits höherklassig gespielt. Können Sie diese gewonnene Erfahrung an die jungen Mitspieler weitergeben?

Ganz sicher sogar. Es ist schon so, dass ich dem einen oder anderen schon versuche, die Tipps mitzugeben, die ich in dem Alter auch gehört oder gebraucht habe. Ich sage den Jungs ja nicht nur im Spiel, was sie da mitnehmen können, sondern auch schon beim Training. Die jungen Leute neigen schon oft dazu, ein bisschen fahrlässiger zu werden. Dann gibt es mal einen Anranzer von mir, um den Fokus wieder auf das Fußballspielen zu legen. Da spricht dann auch die Erfahrung. ,Wie du trainierst, so spielst du auch am Wochenende‘ – diese Erfahrung musst du mitnehmen.

Was sind die Tipps, die Sie bislang am häufigsten mitgegeben haben?

Was ich ihnen besonders mitgebe, ist, dass sie ihr Selbstbewusstsein und ihr Können, was viele von den Jungs haben, mit auf das Spielfeld nehmen und dort zeigen. Sie sollen sich nicht aufgrund ihres Alters unterordnen, sondern das zeigen, was sie drauf haben – am besten mit einem gesunden Selbstbewusstsein. Die erfahrenen Leute in der Liga sollen merken, dass sie, auch wenn sie sehr jung sind, gut kicken können und die Gegner ärgern können.

Noch eine persönliche Sache: Sie mussten gleich zweimal in Quarantäne, obwohl Sie gar nicht betroffen waren.

Ja, das stimmt. Ein Jahr ist das mittlerweile fast schon her. Das erste Mal kam es aus dem privaten Umfeld und dann war ich nicht mal zwei Wochen wieder raus und dann gab es den nächsten Fall beim Fußball und dann durfte ich gleich wieder reingehen. Das hat mich natürlich ... Das war nicht ganz so geil und witzig, aber zum Glück war es danach nicht mehr der Fall. Toi, toi, toi. Ich hoffe, das bleibt auch so. Auch wenn man geimpft ist, weiß man ja trotzdem nicht, ob und wie lange man dann in Quarantäne müsste, wenn im Umfeld mal wieder was wäre. Damit beschäftige ich mich tatsächlich gerade auch gar nicht.

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