Rotenburgs Handballer fällt Monate lang aus

Daniel Jäger: „Ich kämpfe mich zurück“

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Daniel Jäger (r.) verletzte sich bei seinem Comeback schwer. Nun wartet wieder eine lange Pause auf den Rückraumspieler des TuS Rotenburg.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Die schlimme Befürchtung hat sich bestätigt: Handball-Oberligist TuS Rotenburg muss erneut mehrere Monate auf Daniel Jäger verzichten. Der Rückraumspieler fällt wegen einer schwerwiegenden Schulterverletzung aus.

Bereits in der achten Minute hatte es den Rotenburger gegen den ATSV Habenhausen II (30:29) beim freien Wurf erwischt. „Meine Schulter ist dabei aus dem Gelenk gesprungen. Ich hatte sofort gemerkt, dass die Schulter nicht mehr am Platz ist, und es sind auch sofort starke Schmerzen in den Körper geschossen“, erinnert sich der Pechvogel.

Dabei hatte sich der 25-Jährige nach seiner jüngsten Verletzung gerade erst wieder zurückgekämpft und sein erstes Spiel nach sechsmonatiger Zwangspause für den Wümme-Club bestritten. Die vorherige Verletzung hatte er sich kurz vor Ende der vergangenen Saison im März zugezogen. „Das war dieselbe Schulter, nur war es damals nicht so schlimm wie jetzt“, klärt Jäger auf.

Comeback nur von kurzer Dauer

Sein Comeback war nur von kurzer Dauer. Keine zehn Minuten nach dem Anwurf war auch schon Schluss – wieder die rechte Schulter. „Vermutlich habe ich einfach zu früh wieder angefangen. Dadurch, dass ich mit Backe mehr Kraft hinter den Ball gebracht habe, ist meine Schulter aus der Gelenkschale ausgehebelt“, so der Rotenburger. 

Aus der Turnhalle ging es mit seiner Freundin per Taxi direkt ins Krankenhaus. „Unter Vollnarkose wurde die Schulter wieder reingedrückt. Ich muss aber noch mal operiert werden, um die Gelenkstabilität wieder herzustellen“, erklärt Jäger. 

Nach einer Nacht in der Klinik durfte er am Montagvormittag wieder nach Hause. Nun heißt es eine Woche lang, den Arm in einer Manschette komplett ruhigzustellen. Danach stehen eine MRT-Untersuchung und ein Besuch beim Schulter-Spezialisten in Bremen auf dem Programm. 

Aktuell mit Medikamenten in Behandlung

„Ich werde momentan mit Medikamenten behandelt, die halten die Schmerzen zum Glück in Grenzen. Ich merke nur einen allgemeinen Druckschmerz durch die Schwellung. Bewegen kann ich den Arm nicht“, erzählt Jäger.

Trotz des erneut schmerzlichen Ausfalls steckt der Maschinenbau-Student aber nicht auf. Im Gegenteil, er denkt schon gleich wieder an sein erneutes Comeback. 

„Sobald alles verheilt ist und es mir wieder möglich ist zu spielen, werde ich mich auch wieder zurückkämpfen. Mich hält so schnell nichts auf. Dafür spiele ich schon zu lange und habe schon zu viele Verletzungen überstanden. Ich möchte nicht wegen einer Verletzung gezwungen werden aufzuhören, sondern die Entscheidung irgendwann freiwillig treffen“, sagt der Unglücksrabe, der auch seinen Humor trotz der Schmerzen nicht verloren hat. „Oder ich schule einfach zum Linkshänder um, denn mein linker Arm und mein rechtes Bein sind schließlich gesund.“

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